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Pfarreiengemeinschaft unterwegs 150 Pilger atmen durch auf der Ruller Wallfahrt

Von Peter Selter, Peter Selter | 17.06.2018, 17:56 Uhr

Die Stimmung unter den Teilnehmern war so gut wie das Wetter: Umrahmt von zahlreichen Bannern der Vereine und Verbände haben am Sonntag rund 150 Pilger aus Hollage, Lechtingen, Rulle und Wallenhorst an der gemeinsamen Wallfahrt der Pfarreiengemeinschaft Wallenhorst teilgenommen.

Die mächtigen Flügel der Lechtinger Mühle drehten sich kräftig, als die immer größer werdende Gruppe aus Hollage, Wallenhorst und Lechtingen auf die Pilger aus Rulle trafen. Die gesamte Wallfahrt war wie ein einziger großer Gottesdienst aufgebaut, erläuterte Anne Reichelt, die die Wanderung zusammen mit dem Team des Wallfahrtsausschusses der Pfarreiengemeinschaft vorbereitet hatte. Eröffnet an den jeweiligen Kirchen trafen sich die Gruppen an der Lechtinger Mühle zum Evangelium, der Predigt und den Fürbitten, um gemeinsam in der Ruller Wallfahrtskirche dann ihre Eucharistiefeier fortzusetzen.

Die Ruller Kirchengemeinde mit ihrer Wallfahrtskirche zählt seit über 650 Jahren zu den größten Wallfahrtsorten im Bistum Osnabrück. Bekannt ist Rulle für die Wallfahrt „zum kostenbaren Blut“ und „zur schmerzhaften Mutter“, die auf eine Legende aus dem 14. Jahrhundert und den Bau einer Pieta, einer Marienskulptur, aus dem 18. Jahrhundert zurückgeht.

„Als Glaubende und nicht als Schauende“ seien sie gemeinsam auf der Wallfahrt unterwegs, betonte Pastor Carsten Heyer von der Hollager St.-Josefs-Gemeinde. Die Teilnehmer könnten auf der Wallfahrt Kraft und Ruhe für das normale Leben finden, so der Geistliche. Er appellierte an die Pilger im Sinne des Themas des Katholikentages in Münster: „Suche Frieden“, den Frieden in Deutschland als ein kostenbares Gut wertzuschätzen, das schnell verloren gehen könne.

Die Helfer des Ortsverbandes Wallenhorst des Deutschen Roten Kreuzes sicherten die Wandergruppe mit ihrem Rettungswagen ab und behielten die Gesundheit der Pilgergruppe im Blick.

Am frühen Nachmittag ging es für die „Fußmüden“ dann nach einer kurzen Andacht mit eucharistischem Segen mit dem Bus zu den jeweiligen Kirchen zurück. Auch bei dieser Wallfahrt waren sich die Teilnehmer einig, dass der Fußweg eine willkommene Abwechselung zum Alltag und ein besonderes Gemeinschaftserlebnis sei. „Eine gute Gelegenheit, einfach mal durchzuatmen“, sagte eine Teilnehmerin.