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Neues Betriebsgebäude für Kläranlage Bauausschuss befürwortet Neubau für 970.000 Euro

Von Joachim Dierks | 13.12.2017, 15:33 Uhr

Die Argumente für einen Neubau des Betriebs- und Sozialgebäudes auf dem Gelände der Kläranlage Barlager Esch in Wallenhorst sind erdrückend. Deshalb segnete der Ausschuss für Bauen, Planen, Straßen und Verkehr die Pläne für die 970.000-Euro-Investition ohne lange Diskussion einstimmig ab.

Der von der Verwaltung hinzugezogene Fachingenieur Michael Kipsieker von der Planungsgesellschaft HI Nord legte nochmals dar, weshalb der jetzige Zustand unhaltbar ist: Eine Trennung der schmutzigen, verkeimten und schadstoffbelasteten sogenannten „Schwarz-Bereiche“ von den sauberen „Weiß-Bereichen“ bestehe bisher nicht. Es gibt nur eine Dusche sowie eine Toilette für derzeit sechs Mitarbeiter, wodurch keine Geschlechtertrennung im Sanitärbereich möglich ist und somit keine weibliche Mitarbeiterin eingestellt werden darf. Zudem gibt es keinen separaten Pausen- und Büroraum. Unzulässigerweise wird dafür der Starkstromschaltanlagenraum genutzt. Die derzeitige Küchenzeile für die Zubereitung und Lagerung von Speisen und Getränken befindet sich unmittelbar neben dem unreinen Laborraum, wo Abwasseranalysen durchgeführt werden.

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2019 fertiggestellt

Das neue, zweistöckige Gebäude wird perspektivisch auf eine Mitarbeiterzahl von zehn Personen (zwei weiblich, acht männlich) ausgelegt. Unten sind Labor, Hauswirtschaftsraum und zwei Toilettenräume untergebracht, im Obergeschoss die Leitwarte mit einem direkten Blick über die gesamte Kläranlage, ein Büroraum, ein Archiv, weitere Toilettenräume sowie ein separater Pausenraum mit Küche. Das alte Betriebsgebäude soll zukünftig als Technik-, Schaltanlagen- und Lagergebäude dienen. Auf zwei alten und auf dem neuen Gebäude sollen Solaranlagen installiert werden. Über die Modalitäten einer Netzeinspeisung braucht man sich keine Gedanken zu machen, denn das Klärwerk als größter einzelner Stromverbraucher in der Gemeinde wird den erzeugten Solarstrom restlos eigenverwenden. Die Baumaßnahme soll im dritten Quartal 2018 starten und im zweiten Quartal 2019 fertiggestellt sein.

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