Ein Artikel der Redaktion Neue Osnabrücker ZeitungLogo Neue Osnabrücker Zeitung

Klimafreundliche Mobilität Fahrradstraße von Lechtingen nach Osnabrück geplant

Von Jessica von den Benken | 15.06.2016, 14:52 Uhr

Klimafreundliche Mobilität soll für Wallenhorst kein Fremdwort sein. Dafür möchte sich die Gemeinde zweiradfreundlicher geben und eine sogenannte Fahrradstraße in Lechtingen einrichten. Sie soll über die Pyer Straße, Wessels Straße und den südlichen Boerskamp führen. Ein Umbau des Knotenpunkts Osnabrücker Straße, Pyer Straße wäre dafür ebenfalls notwendig.

Dies ist eine von vielen Maßnahmen zum Umweltschutz, die im ortseigenen Klimaschutzkonzept festgeschrieben ist. In den zurückliegenden Sitzungen der Ausschüsse für Straßen und Verkehr sowie Umwelt und Energie begrüßten die Mitglieder der politischen Fraktionen diesen Schritt grundsätzlich. Nur sei für eine abschließende Entscheidung wichtig, wie in diesem Zusammenhang mit dem Verkehr auf der Moorbachstraße umgegangen werde. „Hier brauchen wir auf jeden Fall eine Entlastung“, so Ludger Meyer (WWG) und Dirk Hagen (Christlich, Demokratisch für Wallenhorst, kurz CDW) dazu: „Das Konzept zeigt eine gute Lösung. Nur die Entlastungsstraße muss jetzt von der Verwaltung in den Fokus genommen und auf den Weg gebracht werden.“ Gregor Müssen (CDU) äußerte den Wunsch, im nächsten Schritt auch das Wallenhorster Zentrum an den Radschnellweg anzuschließen.

Gleichranige Verkehrsführung

Zur Erklärung: Wenn eine offizielle Fahrradstraße eingerichtet wird, zieht das zwingende Änderungen in der Verkehrsführung mit sich. Beispielsweise beträgt die Höchstgeschwindigkeit, die Verkehrsteilnehmer in Fahrradstraßen fahren dürfen maximal 30 Kilometer pro Stunde.

Verkehrsberuhigung und Mini-Kreisel

Für das Projekt in Lechtingen heißt das konkret: Die Knotenpunkte an der Osnabrücker Straße/Pyer Straße sowie an der Moorbachstraße/Boerskamp müssen umgestaltet werden. Ein Minikreisverkehr, ähnlich dem Aral-Kreisel in Wallenhorst, ist für die Osnabrücker und Pyer Straße laut Information der Verwaltung geplant. Auf dem Boerskamp in Richtung Wallenhorst soll zur Überquerung der Autobahn einen Schutzstreifen für den Radverkehr markiert werden. Für Radfahrer, die dort den Gehweg nutzen, soll es eine Aufstellfläche am Knotenpunkt Moorbachstraße zum sicheren Queren des Boerskamps geben. Im nördlichen Abschnitt Boerskamp soll zusätzlich die Fahrbahndecke in Teilstücken erneuert werden, vorhandene Aufpflasterungen müssen zurückgebaut und der Eingangsbereich  umgestaltet werden. Die Planung sieht ebenfalls die Umgestaltung des ehemalig asphaltierten Radwegs am Boerskamp vor. Auch Markierungen, Beschilderungen und drei geschwindigkeitsdämpfende Elemente sieht das Konzept vor.

Verwaltung hofft auf Zuschuss

Die Kosten für das gesamte Projekt liegen bei 500.000 Euro. Auf einen Zuschuss des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit durch den Bundeswettbewerb „Klimaschutz im Radverkehr“ von 70 Prozent hofft die Verwaltung. Dann müsste die Gemeinde Wallenhorst lediglich 150.000 Euro in 2017 selber für den Bau der Fahrradstraße aufbringen. (Weiterlesen: Zum Ortsportal )

Über die nächsten Projektschritte wird nun der Rat in seiner öffentlichen Sitzung am Donnerstag, 16. Juni, entscheiden.