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Kinder buchen Fantasiereise Aus Freude an Geschichten: Lesetage im Ruller Haus

Von Christina Halbach | 17.10.2013, 17:21 Uhr

Wallenhorst Passend zu den ersten herbstlichen Tagen verbrachten rund 30 Kinder vergnügliche Lesetage im Ruller Haus

In das sechste Jahr gehen inzwischen Lesetage im Ruller Haus, die jeweils in den Oster- und Herbstferien in der Kultureinrichtung veranstaltet werden und großen Zuspruch bei Eltern und Kindern finden. Leiterin Stephanie Scholze muss daher die Kinder schon seit einigen Jahren auf zwei Gruppen aufteilen: die Zweit- und Drittklässler am Vormittag, am Nachmittag die älteren Dritt- und Viertklässler.

Für Scholze liegt der Erfolg der Lesetage vor allem in der Mischung aus verschiedenen Elementen: „Wir gucken uns Bücher an, essen gemeinsam und sind zusammen kreativ.“ Damit machten sich die Lesetage das Unstete von Kindern positiv zunutze, erklärt die selbstständige Lesereferentin, bei der die Fäden rund um die Organisation von Literaturveranstaltungen für Kinder und Jugendliche im Ruller Haus zusammenlaufen.

Nachdem die Kinder am Dienstag unter Anleitung Bücher gebunden haben, ging es am Mittwoch weiter mit einem Bücherquiz: An einer Wäscheleine aufgehängte Buchcover mussten ihren Titeln zugeordnet werden. Das ging ganz fix, hatten doch einige Kinder die Bücher schon mal gelesen, wie sich auf Nachfrage von Stephanie Scholze herausstellte.

In der anschließenden Buchpräsentation ging es dann um die Werke, die die Kinder bereits im Quiz kennengelernt hatten. Stephanie Scholze hat sie nach Kriterien wie Alter und thematischen Schwerpunkten geordnet, sucht sie aber ansonsten nach ihren persönlichen Vorlieben aus: „Die Bücher müssen mir auch Spaß machen“, betont sie. „Im Vordergrund steht die Freude an der Fantasie und lustigen Dialogen“, sag Scholze. „Prinzessin Petunia und der Mondhase Flappi von Krempel“ der britischen Autorin Sue Monroe sei so ein Buch. „Es ist von außen rosa, von innen überhaupt nicht und ist damit auch ein Buch für Jungen“, kündigt Stephanie Scholze das Kinderbuch an, in dem ein frecher Hase das Leben einer verwöhnten Prinzessin gründlich auf den Kopf stellt. In Auszügen liest sie aus dem Buch vor, erklärt die wesentlichen Elemente der Geschichte, verrät jedoch nicht zu viel. Zugleich betont sie, dass sich dieses Buch in der Altersklasse der Sieben- bis Achtjährigen besonders zum Vorlesen eigne.

Anders ist es hingegen bei „Hamstermän“ von Patrick Schmeißer, in dem ein Hamsterbiss einem Jungen magische Kräfte verleiht. „Das könnt ihr alle lesen und es ist trotzdem spannend und lustig“, beschreibt Scholze.

Mit dem Film „Der kleine Nick“ gingen diese Lesetage zu Ende. „Er ist ein bisschen altmodisch, aber zugleich auch unheimlich lustig“, begründet Stephanie Scholze ihre Entscheidung für die Verfilmung des französischen Kinderbuchklassikers.