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Haselandhalle Kunsthandwerkermarkt in Hollage komplett ausgebucht

Von Silke Brickwedde, Silke Brickwedde | 07.02.2016, 17:52 Uhr

Komplett ausgebucht war der Kunsthandwerkermarkt in der Haselandhalle im Wallenhorster Ortsteil Hollage. Der Verein Heimathaus Hollager Hof und die Firma Grawe & Osterbrink veranstalten den Markt gemeinsam. Schmuck, Blaudruck, Holzspielzeug oder Porzellanmalerei – wer etwas verkaufen will, sollte den Großteil seiner Waren selbst herstellen.

„Das gilt für alle 70 Anbieter“, betont der Veranstalter Stephan Grawe. Ob Turnhalle, Foyer oder Geräteraum – überall beugen sich die Kunden über Osterdekoration, selbstgekochte Marmelade oder Holzspielzeug. „Einigen Anbietern habe ich absagen müssen“, erzählt Stephan Grawe. „Voll ist voll.“ Ihm komme es auch auf die Mischung an. „Es macht zum Beispiel keinen Sinn, mehrere Imker einzuladen. Aber Schmuck oder Deko, das gibt es in vielen Variationen, das darf ruhig an mehreren Ständen vorkommen.“ (Lesen Sie hier, wie es im vergangenen Jahr war) 

Gut besucht

Den ganzen Tag über schlendern die Leute zwischen den Verkaufsreihen hin und her. Probieren hier einen Löffel Honig, setzen da einen Ring auf oder lassen sich über die Kunst des Blaudrucks aufklären. Anschließend ruhen sich viele bei einer Tasse Kaffee und einem Stück selbstgebackener Torte im benachbarten Heimathaus aus. „Von Anfang an war der Markt gut besucht, ich bin sehr zufrieden“, freut sich der Veranstalter.

Schmuck aus Beton

Manuela Häntzschel aus Hilter-Wellendorf ist eine von mehreren Schmuckdesignern. Ihre Ketten, Ringe und Ohrringe sind sanft pastellig. „Ich fahre zweimal im Jahr nach Hamburg zur Messe und schaue, was es Neues gibt.“ Diese Saison sollte es rosé sein oder hellblau. Sie zeigt auf zarte Anhänger in diesen Farben, so groß wie Zwei-Euro-Stücke. „Die sind tatsächlich aus Beton, das ist jetzt im Kommen“, prophezeit die Designerin. Und noch etwas: „Die langen Ketten können jetzt bei Seite gelegt werden, jetzt trägt man wieder kurz.“

Entspannendes Papierfalten

Wie Manuela Häntzschel ist Nicole Klausing einer von den ganz geduldigen Menschen. An ihrem Stand ist alles aus Papier: gefaltet, bemalt, beklebt, bedruckt, Hauptsache möglichst fein. Für eine kleine Tasse, ganz akkurat aus Papier gefaltet, brauche sie eine halbe Stunde. „Mich entspannt das total“, sagt die Wallenhorsterin. Ihr Mann rollt nachsichtig mit den Augen. „Mich würde das eher stressen.“

Frühlingsboten

Petra Deiters steht zwischen Schafen, Hasen, Erdbeeren und Eulen. Die Frau aus Senden fertigt Deko, jetzt versorgt sie ihre Kundschaft mit Frühlingsboten. „Ich habe ganz viel von ihr Zuhause“, sagt eine Kundin, die sich jetzt eine Stofferdbeere ausgesucht hat. Petra Deiters freut das. „Wie schön, wenn die Leute lange Spaß daran haben, dann lohnt sich die Mühe doch erst recht.“ Weihnachten und Ostern sind bei ihr Hochsaison, im Sommer verkauft sie nichts. „Dann sammle ich neue Ideen und arbeite vor.“

Seife nicht nur zum Waschen da

Am Stand von Gabi Große duftet es herrlich sauber. „Nein, die Seifen fertige ich nicht selbst“, gibt sie zu. „Das EU-Recht ist allein bei den Hygienestandards so streng, das kriege ich nicht hin.“ Sie bestellt die handgesiedeten Stücke in einer Manufaktur, aber die Verpackung macht sie selbst, ebenso kleine Vasen oder Boxen für Papiertaschentücher. „Ich rieche Seife so gern“, schwärmt die Frau aus Vehrte und hält einen rosa-marmorierten Block hoch. „Der riecht nach Erdbeereis, das glaubt man kaum.“ Sie wasche sich nicht nur mit der Seife. „Ich lege sie auch zwischen meine Wäsche, das macht sie schön frisch.“