Ein Artikel der Redaktion Neue Osnabrücker ZeitungLogo Neue Osnabrücker Zeitung

Fünf Parteieintritte dank Schulz-Effekt Ausgelassene Stimmung beim Grünkohlessen der SPD Wallenhorst

Von PM. | 23.02.2017, 13:14 Uhr

Mehr als 100 Grünkohlfreunde hatten sich in der Fliesenscheune des Gasthofes „Zur Post“ in Wallenhorst zum Grünkohlessen der SPD Wallenhorst eingefunden.

Dass eine sehr ausgelassene Stimmung vorherrschte, lag nicht nur am ausgezeichneten Grünkohl, sondern war auch ein Stück weit dem designierten neuen SPD-Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten Martin Schulz geschuldet. Auch wenn er nicht persönlich anwesend war, so beherrschte er doch die Gespräche an den Tischen.

„Wir hatten allein in den letzten Tagen fünf Neueintritte. Es macht Spaß zu sehen, mit welcher Begeisterung sich auch gerade die jungen neuen Parteimitglieder einbringen“, sagten die Ortsvereinsvorsitzende Anika Reinink und der SPD-Fraktionsvorsitzende Guido Pott.

In ihrer Rede hielt die Bundestagskandidatin Antje Schulte-Schoh ein flammendes Plädoyer für mehr soziale Gerechtigkeit. Sie lobte das vom Bundestag verabschiedete Pflegestärkungsgesetz als ersten Schritt für eine gute Pflege. „Gerade die Demenzerkrankten finden nun bessere Berücksichtigung, und insgesamt erhalten viele Pflegebedürftige mehr und verbesserte Leistungen. Aber was ist mit den beruflich Pflegenden? Familienunfreundliche Arbeitszeiten und schlechte Bezahlung machen diesen Beruf nicht gerade attraktiv. Schätzungen zufolge fehlen bis 2030 ca. 140000 bis 220000 Pflegekräfte. Hier muss dringend für Abhilfe gesorgt werden,“ sagte Schulte-Schoh.

Für 40-jährige Parteimitgliedschaft wurden Ellen Schneider und Franz Langelage geehrt. Beide berichteten aus ihrem reichen Erfahrungsschatz und brachten gerade die jüngsten Parteimitglieder ins Staunen, als sie berichteten, mit wie viel Schwierigkeiten bis in die 80er-Jahre hinein ein Engagement für die älteste demokratische Partei der Welt, die SPD, in dieser Region verbunden war.

Dem Grünkohlessen war eine Mitgliederversammlung der Wallenhorster SPD vorausgegangen. Hier wählten die Mitglieder die Delegierten für die Nominierungskonferenz zur Landtagswahl, die am 17. März in Bramsche stattfinden wird. Kandidat des Ortsvereins Wallenhorst ist der 50-jährige Sparkassenbetriebswirt Guido Pott, dessen Rede mit sehr viel Beifall bedacht wurde. „Die SPD ist immer die Partei der sozialen Gerechtigkeit und der Bildung gewesen“, sagte Pott. Die Bildung der Kinder dürfe nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig sein. „Die SPD hat in Niedersachsen bereits die Abschaffung der Studiengebühren durchgesetzt. Darüber hinaus investieren wir seit 2013 massiv im Schulbereich sowie in die Einführung der dritten Kraft in Krippen. Wir setzten uns dafür ein, die Kita-Gebühren in Niedersachsen ganz abzuschaffen.“