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Familienfest der Bürgerstiftung Großes Kinder-Dschungel-Abenteuer in Wallenhorst

Von Silke Brickwedde | 06.09.2015, 20:54 Uhr

Die erste Frage ist: Welcher aufblasbare Kindertraum kommt zuerst dran? Beim Familienfest der Bürgerstiftung Wallenhorst stehen die Kinder vor wahren Luxusproblemen.

Man könnte zum Beispiel mit der „Big Mama“ beginnen. Die größte Hüpfburg der Welt gibt dem „Kinder-Dschungel-Abenteuer, das Zweite“ auf der Grünen Wiese in Wallenhorst Ortsmitte ihren Namen. Zwischen riesigen Palmen, Affen und Giraffen darf wild getobt werden.

Die zweite Frage lautet: Hält das Wetter? Tropisch heiß wie im Dschungel, ist es zwar nicht. Aber dafür stehen die Besucher auch nicht im Regenwald. Es bleibt trocken – so halbwegs zumindest.

Im vergangenen Jahr stürmten 12000 Besucher die „Big Mama“ und ihre Freunde – bei herrlichstem Wetter. „In diesem Jahr sind es etwa 10000“, schätzt Jochen Bruhn, der Vorsitzende der Bürgerstiftung. „Wir hatten drei Jahre hintereinander Sonnenschein. Ich bin auch mit diesem Jahr sehr zufrieden, auch wenn es leider etwas kälter und windiger ist als in den vergangenen Jahren.“

Für drei Euro verkauft die Bürgerstiftung gelbe Bändchen. Wer eines ums Handgelenk trägt, darf fast alle Attraktionen nach Herzenslust benutzen. „Wir könnten auch mehr Geld verlangen“, sagt Bruhn. „Aber uns ist es wichtig, dass alle Kinder mitmachen können, daher bleibt der Preis moderat.“ Die Stiftung ist der Veranstalter des Festes, Jens Mehring von den „JoJos“ ist für die Organisation zuständig, und er tritt selbstverständlich auch selbst auf.

Die „Tierische Tanzparade aus dem Dschungel“ der „JoJos“ passt zum Thema, ebenso wie die Reptilienschau, wo sich Mutige mal eben eine Riesenschlange um den Hals legen können. Der Moderator versichert, die gelb-weiße Python wäre ungefährlich und sei ein ruhiger Geselle. Als die „JoJos“ auftreten, ist vor der Bühne einiges los. „Hier ist richtig Remmidemmi“, freut sich Jochen Bruhn.

Mit 800 Quadratmetern ist die „Big Mama“ eine Hüpfburg, in der die Jungen und Mädchen für eine ganze Weile verschwinden können. Allerdings ist es eine gute Idee – gerade zu Beginn – sich eine Regenhose überzuziehen. Die „Big Mama“ steht schon eine Weile und hat von den Schauern des Vortages eine Menge Wasser aufgenommen. Beim Springen pladdert das Wasser dann lustig herum. „Es trocknet alles wieder“, ist Jochen Bruhn optimistisch und meint damit die Hüpfburg und die Socken der Kinder.

Doch die „Big Mama“ ist noch lange nicht alles. Wie kleine Schimpansen klettern die Kinder eine Riesenrutsche hinauf und sausen im Affenzahn wieder hinunter. Obwohl viele Kinder auf der Wiese herumlaufen, ist die Wartezeit bei den meisten Attraktionen kurz. Es ist ja genug zum Spielen und Staunen da. Sehr beliebt sind auch die „Waterballs“, in die ein Mensch hineinpasst und mit denen man auf dem Wasser laufen kann, und die kleinen Tretboote. Die Feuerwehr hatte zuvor die Becken mit Wasser gefüllt, nun stehen die Eltern am Rand und hoffen, dass ihre Kinder nicht kentern.

Neben Big Mama, Riesenrutsche, Waterballs und Hüpfburgzug gibt es auch eine reich ausgestattete Tombola. Für die läuft unter anderem Hubert Pohlmann von der Bürgerstiftung auf der Wiese herum und verkauft Lose für einen Euro das Stück. „Es gibt unter anderem eine schöne Reise zu gewinnen oder Fahrräder“, preist er an. Es gibt nicht viele Leute, die da „Nein“ sagen können.

Während die Kinder auf der Wiese herumtoben, können die Erwachsenen im Kaffeezelt entspannen. „Das finde ich immer besonders schön“, freut sich Jochen Bruhn, „dass das Fest wirklich etwas für die ganze Familie ist.“