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Ehrung für das Ehrenamt Wallenhorster Christian Voßgröne erhält den „Stein des Anstoßes“ 2021

Von Michael C. Goran | 08.11.2021, 16:23 Uhr

Der diesjährige Preisträger des „Stein des Anstoßes“ heißt Christian Voßgröne. Der Wallenhorster wurde von der Gemeinde für seine ehrenamtliche Tätigkeit, Kinder mit der Natur vertraut zu machen, ausgezeichnet.

Hunderte Menschen füllten unter strengen 2G-Bedingungen die Sporthalle Wallenhorst am Samstagabend und jubelten dem Preisträger zu. Teil des Programms waren Diskussionen mit prominenten Gästen über die Hauptthemen Naturschutz und Klimawandel.

Bürgermeister Otto Steinkamp war die Freude anzusehen, den „Stein des Anstoßes“ im Namen der Gemeinde Wallenhorst überreichen zu dürfen. Moderator Ludger Abeln, Vorstandsvorsitzender der Caritas Gemeinschaftsstiftung Osnabrück, führte durch den Abend. Der „Stein des Anstoßes“ wird zum „Tag des Anstoßes“ an Menschen verliehen, die sich zum Jahresthema - diesmal der Naturschutz - ehrenamtlich besonders verdient gemacht haben.

Obwohl er nicht im Hauptberuf Landwirt ist, engagiert sich Voßgröne auf seinem Bauernhof für den Naturschutz und bringt diesen Kindern nahe. „Ich bin damals an die Lehrerin meiner Kinder herangetreten und habe sie gefragt, ob sie das mit mir machen würde. Und sie hat sofort ja gesagt“, so Voßgröne.

Seine Motivation schöpft er aus einem persönlichen Erlebnis: „Ich habe vor Jahren angefangen, wieder ins Zeltlager zu fahren, auch aus dem Anlass, dass meine Kinder ins Zeltlager gefahren sind. Auf dem Weg dahin habe ich die Kinder gefragt: Wisst ihr wie eine Tomate wächst? Und die konnten mir das nicht sagen. Auf einem Kartoffelacker haben die gesagt, es wären Tomaten. Das war für mich unvorstellbar.“

Über den Preisträger hatte im Vorfeld eine zehnköpfige Jury entschieden. „Wir zeichnen in diesem Jahr eine Person aus, die sich in herausragender, vorbildlicher Weise seit vielen Jahren für eine artgerechte Tierhaltung und einen ökologischen Gemüse- und Obstanbau einsetzt“, sagte Konrad Bayer, Wallenhorsts Ehrenamtslotse, während der Laudatio.

Prof. Dr. Werner Wahmhoff, vor seinem Ruhestand stellvertretender Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und Fachlicher Leiter sowie Prokurist der DBU Naturerbe GmbH, mahnte die Folgen des menschlichen Handelns an: „Für die Gewinnung von Rohstoffen, für die Fabrikation und den Transport der Güter, benötigen wir Abbauflächen, Industrie- und Gewerbeflächen, auch beim Wohnen steigen unsere Ansprüche. Das alles zusammen hat Folgen. Jetzt könnte man meinen, es gibt noch genug Platz für die Natur, aber das genügt nicht, wenn sich ein Lebensraum grundlegend verändert hat.“ Der Wissenschaftler lobte jedoch die Naturschutzerfolge in der Gemeinde, wie etwa die Pflanzung von Bäumen oder die Renaturierung der Nette.

Uli Kunz, Meeresbiologe und Moderator der Sendung „Terra X“, berichtete von seiner Leidenschaft der Meeresforschung, erzählte Anekdoten, sprach aber auch über große Umweltverschmutzung der Ozeane. Die musikalische Begleitung erfolgte durch den Yellow-Chor unter Chorleiter Chris Mews und die Brockhouse Big Band.