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Dorferneuerung Wallenhorst In Rulle soll ein Kleinod zum Wandern entstehen

Von Sandra Dorn | 03.12.2015, 17:36 Uhr

Die Neugestaltung der Kreuzung am Ruller Ortseingang komme sehr gut an, lobte im jüngsten Wallenhorster Entwicklungsausschuss der Ruller Ratsherr Andreas Lucht (Wählergemeinschaft). Als nächstes sollen im Zuge der Dorferneuerung der Erftenbecksweg und die kleine Brücke, die über die Ruller Flut führt, erneuert werden. Sie befinden sich nördlich der Siedlung Im Esch und sind nicht nur bei deren Bewohnern beliebte Orte zum Wandern und Radfahren.

Die Dorferneuerung im Alten Dorf Wallenhorst, Rulle und Teilen des Nettetals steht und fällt seit Beginn nicht nur mit der Meinung des Gemeinderats, sondern auch mit der Bewilligung von Fördermitteln. Zuletzt waren die Projekte deshalb ins Stocken geraten. Dass der Ruller Ortseingang trotzdem schon jetzt umgebaut wurde, hatte die Gemeinde der Tatsache zu verdanken, dass die Planungen dafür schon fertig waren und das Land Niedersachsen kurzfristig Zugriff auf Fördertöpfe hatte. Im Alten Dorf sind die Dorferneuerungsprojekte wie Erneuerung des Knüppeldamms und der Straße „Im Alten Dorf“ bereits seit längerem abgeschlossen.

Kompliziertes Förderprogramm

Für die Dorferneuerung zuständig ist das Landesamt, das ständig seinen Namen wechselt: GLL (Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften) hieß es, als Alt-Wallenhorst, Rulle und das Nettetal im Frühsommer 2010 in das Förderprogramm aufgenommen wurden. Es folgte die Bezeichnung LGLN (Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen), und jetzt heißt es ArL (Amt für regionale Landentwicklung). Mit dem Namen änderten sich auch die Fördermittelrichtlinien – und obendrein hat sich Wallenhorst vor einem Jahr mit fünf anderen Kommunen im Speckgürtel Osnabrücks zur sogenannten „ILEK-Hufeisenregion“ zusammengetan, um gemeinsam weitere Fördertöpfe anzuzapfen. Ergebnis des Ganzen: Die Gemeinde kann jetzt mit 50 Prozent finanzieller Förderung rechnen.

80000 Euro Netto-Kosten

Die Mittel für den Erftenbecksweg sind bereits beantragt, aber noch nicht bewilligt. Knapp 80000 Euro plus Steuern wird das Projekt kosten. Dafür soll die alte schmale Brücke über die Ruller Flut durch eine breitere ersetzt werden. Die alte stammt laut Gemeindeverwaltung noch aus Kriegszeiten. Außerdem soll der Erftenbecksweg – zurzeit ein reiner Feldweg – zu einem breiteren Schotterweg ausgebaut werden.

Alle Fraktionen begeistert

„Wir von der Kooperation stehen der Sache absolut positiv gegenüber“, sagte Andreas Lucht (Wählergemeinschaft). Auch Dennis Schratz (CDU) war voll des Lobes: „Das ist ein tolles Projekt in einer tollen Umgebung.“ Marlene Posnin stimmte für die CDW („Christlich, Demokratisch für Wallenhorst“) mit ein: „Das ist endlich die Dorferneuerung, so wie ich sie mir vorstelle. Ich denke, das wird wunderbar.“

Kreuzung Stiegte/L109/Ostenort muss warten

Nächstes Projekt auf der Dorferneuerungsprioritätenliste ist ein Umbau der Kreuzung Stiegte/L109/Ostenort. Im Januar hatte sich dort zuletzt ein schwerer Unfall ereignet. Der Bau einer Mittelinsel oder Ampel wurde laut Gemeindeverwaltung von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr „in Frage gestellt“. Begründung: Die Zahl der Fußgänger, die die Landesstraße in diesem Bereich überqueren sei zu niedrig. Alle Beteiligten müssten sich „noch einmal zusammensetzen“, sagte Wallenhorsts Bauamtsleiterin Claudia Broxtermann. „Wir müssen einerseits der Dorferneuerung gerecht werden, andererseits der Verkehrssicherheit.“