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Bildertausch-Projekt Ausstellung „Die Bilder der anderen“ im Ruller Haus eröffnet

Von Christina Halbach | 02.03.2015, 16:02 Uhr

Im Beisein von Leihgebern, Künstlern und Gästen wurde jetzt die Ausstellung „Die Bilder der anderen“ im Ruller Haus eröffnet: Präsentiert wurden die Bilder, die Wallenhorster Bürger und Osnabrücker Künstler dem Kulturhaus für das Bildertausch-Projekt zur Verfügung gestellt haben.

Ganz oder gar unterschiedlich sind die rund 30 Bilder aus Wallenhorster Wohnzimmern, die in den kommenden acht Wochen im Kulturhaus zu sehen sind. Möglicherweise so verschieden wie die Menschen, die sich an dem Bildertausch-Projekt des Ruller Hauses beteiligt haben: Gegenständliches wie Landschaftsbilder und Stadtansichten, Porträts, Zeichnungen sind genauso vertreten wie Aquarelle und abstrakte Malereien.

Es scheint, als sei der Wunsch von Projektkoordinatorin Elisabeth Lumme aufgegangen, die künstlerische Vielfalt kennenzulernen, die die Menschen aus Wallenhorst an den Wänden hängen haben. „Wir wollten uns einen Einblick in ihre Vorlieben verschaffen“, beschrieb Lumme in ihren Eröffnungsworten die Idee des Projekts, das zugleich einen Bildertausch zwischen Wallenhorster Bürgern und Osnabrücker Künstlern vorsieht: Gemälde, Fotografien, Collagen und Druckgrafiken aus den Ateliers der Hasestadt und Umgebung standen zum Ende der Vernissage zur Mitnahme zur Verfügung, damit die Wand im Wohnzimmer der Leihgeber nicht leer bleibt.

Die Osnabrücker Künstlerin Nina Lückenga beteiligt sich mit einer in 2012 entstandenen Zeichnung an der Tauschaktion. Für sie sei das Projekt eine gute Gelegenheit zu erfahren, ob und wie weit die Bilder der Wallenhorster von dem abweichen, was die Künstler anbieten: „Wie groß ist der Sprung zwischen dem, was wir anbieten und den Bedürfnissen der Menschen?“ Zugleich sehe sie eine Chance, eventuelle Barrieren zwischen Bürger und Kunst zu verkleinern.

Ein Bild von der Wand genommen, hat indes die Wallenhorsterin Eva Lohmann: Ihre Wahl ist dabei auf einen kleinformatigen Druck des Künstlers Gero Heitmann gefallen, den sie vor einigen Jahren auf einem Spaziergang durch Künstlerateliers im Kloster Malgarten erworben hat. „Das war mal was ganz anderes, als das was wir sonst im Haus haben“, erklärt sie die damalige Entscheidung für das in unauffälligen Farben gehaltene Bild, das sich mit seinem abstrakten Pinselstrich von den ansonsten gegenständlichen Werken im Hause Lohmann absetzt. Mit nach Hause nehmen wird sie am Ende der Vernissage ein abstraktes Bild der Künstlerin Karin Mackay, das großformatiger und farbintensiver ist als ihre Leihgabe: „Ich wollte einfach mal Farbe im Raum haben“, erklärt sie ihre Auswahl bis zum 26. April. Dann steht zwischen 11 und 17 Uhr der Rücktausch der Bilder und vielleicht auch der ein oder andere Erfahrungsaustausch auf dem Programm: „Was hat das fremde Bild mit dem Leihgeber gemacht?“ Das zu erfahren, darauf ist Elisabeth Lumme schon jetzt gespannt. Bis dahin können die Exponate während Veranstaltungen und auf Vereinbarung besichtigt werden. Kontakt: Elisabeth Lumme, Tel. 0541/431435.