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Bauvorhaben auf der Festwiese Wohnanlage auf dem Schützenplatz in Hollage geplant

Von Joachim Dierks | 13.06.2016, 18:56 Uhr

Der westliche Ortseingang von Hollage könnte bald ein neues Aussehen bekommen. Die Planung sieht eine Wohnanlage auf der Fläche des ehemaligen Gasthauses Strößner und auf dem dahinter liegenden Schützenplatz vor.

Im Ausschuss für nachhaltige Gemeindeentwicklung trug Johannes Eversmann von der Ingenieurplanung Wallenhorst für den Investor, die MSH Massiv-System-Haus GmbH & Co. KG aus Lotte, die Planungen vor. Drei jeweils reich gegliederte Gebäude sollen Platz für 32 Wohnungen und zwei Läden bieten. Das ehemalige Gasthaus Strößner muss dafür abgerissen werden , die benachbarte Bäckerei Strößner bleibt jedoch unverändert bestehen.

Gebäude grenzen an Hollager Straße

Die Gebäude grenzen an Hollager Straße, Egbersstraße und Fiesteler Straße. Sie bestehen aus drei beziehungsweise zwei Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss. Die Fassaden sind hell geputzt und von geklinkerten Streifen durchsetzt. Balkone kragen teils nach außen, teils sind sie in die Gebäudeflucht zurückgesetzt. Die Walm- und Zeltdächer sind mit einer flachen Neigung von 15 bis 20 Grad vorgesehen und sollen mit Tonziegeln eingedeckt werden. Die Tiefgarage mit 48 Stellplätzen erhält ihre Zufahrt von der Fiesteler Straße. Fahrstühle sorgen für barrierefreien Zugang zu den Wohnungen, die 70 bis 80 Quadratmeter groß sein werden. Die zwei Laden- oder Büroeinheiten sind im Erdgeschoss zur Hollager Straße hin geplant.

Erinnerung an das Gasthaus Strößner

Eversmann bezeichnete das Bauvorhaben als eine „klassische Nachverdichtung“ im schon länger bebauten Innenbereich der Ortslage, wie sie im Trend liege und politisch in der Regel gewollt sei. Das bestätigte sich in der Aussprache. Das Hollager Ratsmitglied Johannes Otte (CDU) fasste so zusammen: „Natürlich kommt Wehmut auf, wenn man daran denkt, wie viele schöne Stunden die Hollager im Gasthaus Strößner verbracht haben. Das ist jetzt alles endgültig vorbei. Aber die Entwicklung geht nun einmal weiter. Hauptsache, wir bekommen eine qualitätvolle Lösung, eine gute Architektur. Und danach sieht das hier aus.“ Hubert Pohlmann (SPD-Fraktion) fragte nach, ob die Tiefgarage nicht noch etwas größer ausfallen könnte: „Der Parkraum in dem Bereich ist sowieso schon immer knapp.“ Eversmann erklärte, dass die jetzige Version mit Senkrecht-Parkplätzen an der Hollager Straße und Längs-Parkplätzen an der Egbersstraße schon eine Vermehrung gegenüber dem ersten Planungsstand bedeute. Ob noch mehr gehe, müsse man sehen.

Lücker zur Bäckerei groß genug

Dann kam die Frage auf, ob die Bäckerei Strößner denn zukünftig weiterhin ihr Mehl über den Hof angeliefert bekommen könne, und wie sich das mit den Nutzungen des Innenhofs durch die Mieter vertrage? Da sah Eversmann keine Probleme, die Lücke zwischen den Baukörpern sei breit genug auch für Lkws. Anlieferungen erfolgten zudem nicht täglich, sondern ein- bis zweimal pro Woche.

Einhellige Zustimmung

Der Aufstellungsbeschluss und der Beschluss über den Vorentwurf des Bauvorhabens fanden die einhellige Zustimmung aller Ausschussmitglieder. Die weitere Zeitplanung sieht vor, dass Ende 2016 der Entwurf zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan steht, der dann in die öffentliche Auslegung geht. Im März 2017 könnte der Satzungsbeschluss gefasst werden. (Weiterlesen: Zum Ortsportal )