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Ausschuss stimmt Projekten zu Wallenhorst macht sich auf den Weg zur klimafreundlichen Kommune

Von Jessica von den Benken | 27.05.2015, 18:47 Uhr

In Sachen Klimaschutz fällt in Wallenhorst der Startschuss. 41 Maßnahmen zur Senkung der CO2-Emissionen umfasst das integrierte Klimaschutzkonzept der Gemeinde. Für die Umsetzung der ersten fünf Maßnahmen sprach sich der Ausschuss für Umwelt und Energie in seiner jüngsten Sitzung einstimmig aus.

Die Umsetzung dieser Aufgaben schreibt sich der Wallenhorster Klimaschutzmanager Stefan Sprenger auf die Fahne. Konkret geht es dabei um Schul- und Kindergartenprojekte, Energie- und Klimaleitbilder, Aufklärungskampagnen, Wettbewerbe und den Ausbau der Nahwärme.

Das Augenmerk bei der Maßnahme „Schul- und Kindergartenprojekte“ richte sich in erster Linie auf das Nutzverhalten der Schüler, erklärte Sprenger. In verschiedenen Veranstaltungen sollen Kinder lernen und erleben, wie man mit Ressourcen sparsam umgehe. Ziel sei es, dass die Kinder diese Erfahrungen mit in den Alltag nehmen und so als Multiplikatoren ihre Familien und Freunde ermutigen, sich klimafreundlich zu verhalten. Sprenger habe dazu bereits Gespräche mit Schul- und Kindergartenleitern geführt, die allesamt begeistert von der Idee gewesen seien. „Nun geht es an die Umsetzung, für die es verschiedene Möglichkeiten gibt, die ich mit den Einrichtungen besprechen werde“, zeigte der Klimaschutzmanager auf.

Wie die Lebensqualität in Wallenhorst durch ein stärkeres Klimaschutzmanagement gesteigert werden kann, soll ein Leitbild aufzeigen. Dieses werde zukünftige Entwicklungen und Entscheidungen im Energie- und Klimabereich maßgeblich beeinflussen und sich in das Klimaschutzkonzept einbetten, erklärte Sprenger den Ausschussmitgliedern. Wichtig bei der Erstellung des Leitbildes seien die Wünsche, Interessen und Anliegen der Bürger. Daher sprach er sich für die Beteiligung des Klimaschutzbeirates aus. Dieser Beirat setzt sich aus Politik-, Wirtschafts- und Verwaltungsvertretern zusammen. Im Leitbild sollen zudem die Ideen aus dem Klima-Café  einfließen.

Bei den Aufklärungskampagnen stehen erneuerbare Energien bei energetischen Sanierungen im Fokus. Zwei Drittel der Wallenhorster Gebäude seien älter als 30 Jahre und ließen daher eine vermehrte Erneuerung von Heizungsanlagen oder Elementen der Gebäudehülle erwarten, so der Fachmann. Um die Bürger zu energieeffizienten Sanierungen anzuregen, seien mittelfristig regelmäßige Kampagnen notwendig, die umfassend über sinnvolle Einsatzmöglichkeiten regenerativer Energieversorgung und klimaschonender Techniken informierten. Die erste Kampagne werde in Verbindung mit der Wanderausstellung „Unser Haus spart Energie – gewusst wie“ verknüpft.

Ganz praktisch geht das Projekt „ältester Heizungskessel“ an das Thema heran. In einem Wettbewerb werde der älteste Heizkessel der Gemeinde gesucht. Der Gewinner erhalte dann einen neuen modernen Brennwert-Kessel als Preis. Um den strategischen Ausbau der Nahwärme voranzutreiben, plane die Gemeindeverwaltung die Einrichtung von Nahwärmeverbünden beispielsweise zwischen öffentlichen Gebäuden in Wallenhorst. Hierzu habe sich bereits eine Projektgruppe gebildet, zu der auch Bürgermeister Otto Steinkamp gehöre, hieß es.

Den Start und die Umsetzung dieser ersten Klimaschutzmaßnahmen, die rund 11000 Euro kosten werden, begrüßten alle Fraktionen