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Ausschuss stimmt für Wohnbebauung Hollager Baugebiet „Witthügel“ nimmt nächste Hürde

Von Joachim Dierks | 15.06.2016, 18:38 Uhr

Das Baugebiet „Wellmanns Hügel“ in Hollage-Ost wird nach Süden hin bis zum Pyer Kirchweg erweitert. Die konkreter gewordene Planung für das Erweiterungsgebiet „Witthügel“ fand im Ausschuss einhellige Zustimmung.

Im Ausschuss für nachhaltige Gemeindeentwicklung trug Johannes Eversmann von der Ingenieurplanung Wallenhorst den Entwurf des Bebauungsplans Nr. 268 vor, der nun nach dem einstimmig positiven Votum des Ausschusses in die öffentliche Auslegung (28. Juni bis 1. August) gehen wird. Wenn eventuelle Änderungen eingearbeitet sind und der Rat – voraussichtlich im September 2016 - den Satzungsbeschluss über den B-Plan gefasst hat, könnte Mitte 2017 der erste Spatenstich erfolgen.

4,9 Hektar großes Baugebiet

Auf dem 4,9 Hektar großen Baugebiet im Eck von Pingelstrang und Pyer Kirchweg sehen die Planungen einen Mix aus Mehrgenerationen- und Mehrfamilienhäusern mit maximal vier Wohneinheiten pro Haus, Ein- bis Zweifamilienhäusern und Einfamilien-Bungalows vor, die sich gut an die vorhandenen Siedlungsstrukturen beziehungsweise die freie Landschaft anpassen sollen. 3,4 Hektar werden für die etwa 40 bis 45 Baugrundstücke nutzbar sein, während 1,5 Hektar von öffentlichem Straßenraum und öffentlichem Grün verbraucht werden.

Aus Fehlern gelernt

Eine Herausforderung für die Planer lag in der Höhenentwicklung des Plangebiets. Wie der Name „Witthügel“ schon andeutet, ist es nicht eben, sondern fällt von Südost nach Nordost um bis zu neun Meter. Die Erschließungsstraßen werden der natürlichen Geländeneigung folgen, um möglichst wenige Höhenversprünge zu erzeugen. Das sollen die zukünftigen Wohngrundstücke weitestgehend auch tun. „Es ist sehr zu begrüßen, dass wir hier aus den Fehlern beim Baugebiet Wellmanns Hügel I gelernt haben“, stellte Ausschussmitglied Hubert Pohlmann für die Mehrheitsgruppe SPD/Grüne/WWG fest. In dem 2012 erschlossenen Baugebiet entstand nämlich Unzufriedenheit, weil manche Grundstückseigentümer bestrebt waren, ihre Grundstücke durch die Errichtung von Stützmauern neigungsfrei herzustellen. Die Abböschungen und Stützmauern zu den Nachbargrundstücken und zu den Erschließungsstraßen stellen nach oft geäußerter Meinung keine Zierde dar. So sind denn auch im neuen Baugebiet Auffüllungen oder Abgrabungen nur bis 1,5 Meter zulässig und die zu begrünenden Stützmauern dürfen maximal einen Meter hoch sein. (Weiterlesen: Neubau in Wallenhorst ärgert Anwohner und Gemeinde )

Neues Regenrückhaltebecken

Wegen der Lärmbelastung, die von den angrenzenden Straßen ausgeht, ist eine 2,5 Meter hohe Lärmschutzwand als begrünte Gabbione gegen den Pingelstrang und den Pyer Kirchweg vorgesehen. Das anfallende Oberflächenwasser wird in ein neues Regenrückhaltebecken geleitet, das neben dem vorhandenen im Norden des Plangebiets angelegt wird.

Kreisel-Frage noch unbeanwortet

Die Haupterschließung des Baugebiets erfolgt über den Knotenpunkt Am Pingelstrang/Pyer Kirchweg/Nasse Heide/Stüvestraße. Hier war in der Vergangenheit strittig, ob der Knoten durch einen Kreisverkehr oder durch verschwenkte Einmündungsarme in eine rechtwinklige Kreuzung sicherer und leistungsfähiger gestaltet werden soll. „Beide Optionen sind im jetzigen Planungsstand noch möglich“, erklärte dazu Johannes Eversmann. Auf Rückfrage gab Fachbereichsleiterin Claudia Broxtermann bekannt, dass spätestens im Dezember 2016 die Entscheidung für oder gegen den Kreisel fallen soll. (Weiterlesen: Zum Ortsportal )