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Auf dem Weg in die Gewinnzone Wallenhorster Energiegenossenschaft will in Windpark investieren

Von Regine Hoffmeister | 19.06.2015, 16:28 Uhr

Seit zweieinhalb Jahren gibt es die WEG-Wallenhorster Energiegenossenschaft. Sie wurde mit dem hehren Ziel gegründet, durch die bürgerschaftliche Nutzung erneuerbarer Energien einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Darüber hinaus will sie wie jedes Unternehmen natürlich auch Gewinn machen, sodass ihre Mitglieder am Ende des Jahres den Überschuss ausgezahlt bekommen. Dies ist bisher aber noch nicht gelungen. Um aus dem Minus herauszukommen, plant die WEG jetzt unter anderem die Beteiligung an einem Windpark in der Region.

„Um welche Anlagen es sich handelt, darüber darf ich noch nicht sprechen“, erklärte Christoph Ströer, Gründungsmitglied und Vorstand der WEG , den anwesenden Genossen auf der Generalversammlung in der Hollager Mühle. Das Vorhaben sei aber stichhaltig durchkalkuliert: Bei einer Inbetriebnahme Ende 2016 sei eine Vergütung von 8,48 Cent pro Kilowattstunde errechnet worden. Bei einer Jahresproduktion von 44 Millionen Kilowattstunden könnten die Anleger eine Eigenkapitalrendite von acht Prozent abzüglich Aufwendungen erwarten.

In Ströers Rechenbeispiel ging er von einer Investition von 300000 Euro durch die GEW aus. „Wie hoch die Beteiligung letztlich sein wird, hängt natürlich von unseren Genossen ab. Um die angestrebte Summe zu erreichen, brauchen wir noch mehr Mitglieder.“ Bislang zählt die GEW nämlich nur 49 Mitglieder.

Die anwesenden Genossen sprachen dem Investitionsprojekt ihre Zustimmung aus. „Das ist der richtige Weg“, sagte Dirk Hagen, scheidendes Mitglied des GEW-Aufsichtsrats. An seine Stelle wurde Wilhelm Nordmann von der Versammlung in den Aufsichtsrat gewählt. Alle anderen Posten blieben in gleicher Besetzung bestätigt. Christoph Ströer und Andreas Krone bilden weiterhin den Vorstand, Ansgar Vennemann, Wilhelm Nordmann, Thomas Wulftange, Udo Stangier und Holger Pellmann den Aufsichtsrat.

Neben der Beteiligung einem Windpark in der Region plant die GEW außerdem die Gründung von drei Beiräten für die Themenschwerpunkte Solarenergie, Windenergie und Wärmeprojekte. In 2015 sollen außerdem zwei Klima-Stammtische stattfinden.