Gruppenausstellung Malerei über Bildhauerei bis zur Videokunst in Rulle

Meine Nachrichten

Um das Thema Wallenhorst Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Ein Teil der 16 Künstler des Projektes „BIOS“ kam zur Vernissage ihrer Ausstellung im Ruller Haus. Alle hatte Beschreibungen ihrer Werke geliefert, die zwei von ihnen – Eva Preckwinkel und Helene Wolf – als Einleitung vortrugen. Foto: Claudia SarrazinEin Teil der 16 Künstler des Projektes „BIOS“ kam zur Vernissage ihrer Ausstellung im Ruller Haus. Alle hatte Beschreibungen ihrer Werke geliefert, die zwei von ihnen – Eva Preckwinkel und Helene Wolf – als Einleitung vortrugen. Foto: Claudia Sarrazin

Wallenhorst/Osnabrück. Die aktuelle Kunstausstellung im Ruller Haus steht in direktem Bezug zu vier Ausstellungen im Kunstraum „Hase29“: Unter dem Oberbegriff „BIOS“ stellen 16 Künstler aus Bielefeld (BI) und Osnabrück (OS) im Ruller Haus gemeinsam aus.

Von Zeichnung und Malerei über Bildhauerei bis zur Videokunst: Die jetzt eröffnete Ausstellung „BIOS – Von jedem ein Stück“ von Frank Gillich, Angelika Höger und Lucie Marsmann, Monika Witte, Caro Enax, Eva Preckwinkel, Lars Rosenbohm, Robert Stieve, Josef Brune, Merle Lembeck und Reiner Tintel sowie Kerstin Hehmann, Jörg Kujawa, Gabriele Undine Meyer, Hendrik Spiess und Helene Wolf im Ruller Haus ist breit angelegt.

Worte und Positionen

Das Besondere der Ausstellung: Sie ist nicht nur eine Gruppenausstellung von 16 teils sehr unterschiedlichen Künstlern, es gibt weder ein Oberthema noch die Festlegung auf ein Genre. Außerdem wurde die Ausstellung nicht kuratiert: „Die Künstler arbeiteten selbst das Konzept für die Ausstellung aus und wählten auch selbst ihre Bilder für die Ausstellung aus“, erklärte Elisabeth Lumme, die im Ruller Haus für Kunstprojekte zuständig ist und zugleich die Vorsitzende des Vereins „Gesellschaft für zeitgenössische Kunst Osnabrück“ ist, der die Galerie „Hase29“ betreibt.

Diesem Konzept gemäß führten die Künstler auch selbst in ihre Arbeiten ein: Jeder der 16 Künstler hatte erklärende Worte zu seinen Werken und Positionen notiert, die Eva Preckwinkel und Helene Wolf im Namen ihrer Kollegen bei einem Rundgang durch die Ausstellung vortrugen. „Das ist viel interessanter, als wenn ein Kunsthistoriker spricht – und auch nicht so abgehoben“, raunte eine Besucherin ihrer Nachbarin begeistert zu.

Mit einer Hand abtasten

Beim Rundgang mit den Künstlern erfuhren die Ausstellungsbesucher zum Beispiel, dass Angelika Höger für ihre „Quirlbilder“ jedes ihrer Sammlerstücke nur einmal mit einer Hand abtastet und parallel mit der anderen zeichnet. „Ich mag die Quirle, weil sie so klar und fantasievoll sind und keine Tiefe haben müssen – aber können“, erklärte Folkert Oltmanns nach dem Rundgang, während Klara Pankoke die Winterbilder von Caro Enax favorisierte: „Es ist cool, dass die so eine Tiefe haben und man sie so richtig lange betrachten und immer wieder neue Sachen entdecken kann.“

Bei Hendrik Spieß Bildobjekten „Paint on Book-Cover“ gingen die Besucher oft ganz nah ran, um geprägte Typografie auf Leinencover zu entziffern, die Spieß als Untergrund für seine Bilder gewählt hatte. Derweil diskutierten Elian (8) und Frans Mulckhuyse vor Zeichnungen von „Frank Gillich“, ob sie unter anderem einen Schuh, einen Hund oder ein Kamel darstellten.

Die Ausstellung ist bis zum 28. Januar während Veranstaltungen und nach Absprache zu sehen. Infos: www.rullerhaus.de.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN