Abwechslungsreicher Musikabend Ruller Blasorchester begeistert bei seinem Herbstkonzert


Wallenhorst. Bei ihrem Herbstkonzert boten die mehr als 40 Musiker des Ruller Blasorchesters ihren rund 240 Zuhörern ein abwechslungsreiches Programm, das offensichtlich ankam. Und im Anschluss an das Herbstkonzert sorgte die Uni-Formation „Original Osnabrücker Blasmusik“ für „fesche Musik“ aus dem Egerland.

Los ging das Konzert des Ruller Blasorchesters mit einer „festlichen Fanfare und einer lyrischen Hymne“, wie Dirigent Bastian Tillmann nach dem ersten Stück „Vita pro Musica“ von Thiemo Krass erklärte.

Wilder Westen und König der Löwen

Danach entführten die Musiker ihre Zuhörer mit der Filmmusik von „Zwei gloreiche Hanlunken“ und „Spiel mir das Lied vom Tod“ von Ennio Morricone und Johan de Meij in den Wilden Westen. Die ersten wippenden Zuschauerfüße gab es zur Blues-Brothers-Revue von Jay Bocook. Und nicht nur bei den bekannten Klängen vom König der Löwen punktete das Ruller Blasorchester mit sattem Bläsersound und seiner großen und gut ausgestatteten Rhythmusgruppe. Deren Mitglieder griffen zwischendurch immer mal wieder zum Schellenkranz oder den Klanghölzern, setzten aber auch ganz klassisch große Becken und Kesselpauken ein.

Helene Fischer ist Thema

Tobias (13) war der jüngste Musiker an diesem Abend und spielte das vierte Waldhorn. Auch seine Schwester Ann-Kathrin (17) saß mit auf der Bühne, sie spielte Tuba und verriet: „Am Schwierigsten fand ich die Blues Brothers, am leichtesten ist für die Tuba Helene Fischer. Da müssen wir nur den Takt angeben.“ Der Helene-Fischer-Mix folgte erst im zweiten Teil, doch darauf freute sich Erich Hawighorst schon in der Pause. So ging es auch Elena Lahrmann, die sich gut amüsierte und erklärte: „Ich bin hier, weil mein Papa mitspielt und es hier in Rulle nicht so oft Konzerte gibt.“

Respekt und Begeisterung

Angelika Laymann und Lilli Tewes hatte vor allem der Blues-Brothers-Mix und „Spiel mir das Lied vom Tod“ gefallen. Sie fanden das Konzert: „Super, ganz toll.“ Tewes lobte zudem die Auswahl sowie Vielfalt der Stücke und stellte fest: „Die sind ganz schön schwer zu spielen.“

Das Publikum geht mit

Während die Musikauswahl des ersten Teils eher orchestral war, ging es nach der Pause mit der Polka „Wir Musikanten“ von Kurt Gäble los. Und als Dirigent Tillmann aus dem Stück zitierte „Musik, die tut uns echt gut“, stimmte jemand im Publikum mit einem „Jawoll“ laut zu. Besonders gut in diesem Teil kam der Helene-Fischer-Mix mit Stücken von ihrem Album „Farbenspiel“ an, bei dem ein Part aus „Atemlos“ natürlich nicht fehlen durfte. Und spätestens beim Udo-Jürgens-Medley klatschte das Publikum mit, man sah im Takt wippende Füße und nickende Köpfe.

Zugabe und gemütlicher Teil

Nachdem das Publikum im zweiten Teil richtig aufgetaut war, forderte es zwei Zugaben ein. Dafür hatte das Ruller Blasorchester im Hinblick auf die folgenden Gastmusiker zwei Märsche ausgewählt. Denn mit Beginn des gemütlichen Teils betraten die Musikstudenten der Formation „Original Osnabrücker Blasmusik“ der Universität Osnabrück die Bühne. Im Dirndl und mit Lederhosen präsentierten sie Egerländer Musik. Viele Zuschauer blieben dafür gleich sitzen, andere gesellten sich zu den Musikern des Blasorchesters an die Theke.


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