Etwa 300.000 Euro benötigt Lechtinger Motormühle soll instand gesetzt werden

Von Nina Strakeljahn

Ein Bild von der Motormühle machten sich SPD-Fraktionschefin Johanne Modder (von links), Guido Pott, Franz Grieger, und Otto Steinkamp. Foto: Elvira PartonEin Bild von der Motormühle machten sich SPD-Fraktionschefin Johanne Modder (von links), Guido Pott, Franz Grieger, und Otto Steinkamp. Foto: Elvira Parton

Wallenhorst. Die Lechtinger Windmühle erstrahlt schon seit 1987 wieder in ihrem alten Glanz. Nun soll auch die Motormühle daneben instand gesetzt werden.

Franz Grieger ist Initiator des Wiederaufbaus der Mühle und setzt sich nach wie vor für sie ein. Dass eine Windmühle und eine Motormühle nebeneinanderstehen, ist ungewöhnlich, sagt er. Für die Windmühle, die 1887 erbaut wurde, habe es nicht genug Wind gegeben, deshalb sei einige Jahre später die Motormühle errichtet worden, erklärt Grieger der SPD-Fraktionsvorsitzenden im niedersächsischen Landtag, Johanne Modder, SPD-Landtagskandidat Guido Pott und Wallenhorsts Bürgermeister Otto Steinkamp, die die Mühle gemeinsam besichtigten.

Das Ensemble ist im Besitz der Stadt und ist an den Mühlenverein verpachtet. In enger Abstimmung zwischen Gemeinde und Verein wird die Mühle erhalten. Die meisten Arbeiten leistet der Verein ehrenamtlich und auch Veranstaltungen werden organisiert.

EU-Fördermittel beantragt

Nun soll die Motormühle in Gang gesetzt und das Gebäude saniert werden. Dazu muss unter anderem auch das Gebäude von Schädlingen befreit werden, denn der Holzkäfer und eventuell auch der Holzbock haben sich breitgemacht. Insgesamt 300.000 Euro sind für die Maßnahme notwendig. Die Gemeinde hat deshalb einen Förderantrag ans Amt für regionale Landesentwicklung gestellt. Erwartet werden EU-Fördermittel in Höhe von 189.000 Euro. Diesen Antrag will Modder begleiten, auch wenn zuvor erst noch die Landtagswahlen anstehen. Dennoch ist sie überzeugt, dass der Antrag gute Chancen hat. Neben der EU-Förderung sind 66.000 Euro von der Sparkassenstiftung eingeplant. Die Gemeinde gibt noch 45.000 Euro dazu. Geplant ist, die komplette Maßnahme im Jahr 2018 durchzuführen.

Im kommenden Jahr feiert die Lechtinger Mühle außerdem ein besonderes Jubiläum, erzählt Grieger. Denn der Ursprung des deutschen Mühlentags liegt an der Lechtinger Mühle. Nachdem sie renoviert worden war, wurde an Pfingstmontag dort ein Mühltentag gefeiert. Da dieser erfolgreich lief, schlossen sich andere Mühlen im Landkreis an. Daraus entstand zunächst der Mühlentag im Landkreis bis schließlich zum deutschen Mühlentag, sagt Grieger. Im Jahr 2018 gibt es ihn 25 Jahre. Die zentrale Feier soll dann an der Lechtinger Mühle stattfinden.


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