Sommerfest der Bürgerstiftung Tausende bei Kinder- und Familienfest in Wallenhorst

Von Joachim Dierks


Wallenhorst. Begünstigt vom Wetter, war das Sommerfest der Bürgerstiftung im Wallenhorster Zentrum auch in seiner 15. Auflage ein voller Erfolg. Viele Familien machten daraus ein Drei-Generationen-Event: Oma, Opa, Eltern und Kinder fanden den Weg auf die Grüne Wiese.

Vor den Haupt-Attraktionen standen die Kinder und ihre Eltern Schlange. Wie etwa an der aufgeblasenen Kletterwand. „Die Eiger-Nordwand ist nix dagegen“, meinte ein belustigter Vater, der seinen Sohn kaum bändigen konnte, bis der endlich an der Reihe war. Aber sonst herrschte kein Stress. Denn man konnte inmitten des Riesen-Angebots bequem ausweichen auf gerade einmal weniger belagerte Stationen. Die Grüne Wiese in Wallenhorsts Zentrum erwies sich einmal mehr als idealer Austragungsort: einerseits weitläufig, andererseits gut überschaubar. Wie etwa von der „Galerie“ im Verlauf der Rathausallee. Hier hatten die Veranstalter Tische und Bänke aufgestellt. Die Eltern konnten in Ruhe Kaffee und Kuchen genießen und gleichzeitig aus leicht erhöhter Position ihre Kleinen im Blick behalten.

Kickboxen als Publikumsmagnet

Die Bürgerstiftung hatte sich wie auch schon in den Jahren zuvor der Dienste von Jens Mehrings Firma Event-Attraktion.de aus Bramsche versichert, die dem Veranstalter alle Detailarbeit abnehmen und einen kompletten „Eventmodulpark“ aufbauen. Darüber hinaus trat Mehring selbst auf der Veranstaltungsbühne als „JoJo“ mit Gute-Laune-Mitmach- und Bewegungsliedern auf. Er wechselte sich ab mit Darbietungen der Kampfsportschule Oliver Schawe, die sich ebenfalls als Publikumsmagnet erwiesen. Hunderte Zuschauer verfolgten, wie zwei hübsche junge Damen im Kickboxen Fußtritte und Fausthiebe austauschten, dass es nur so klatschte. Andere machten Kleinholz aus Holzplatten. Viel Applaus bekamen zwei kleine Dötze, die als „Bonsai-Kids“ zeigten, dass sie auch schon etwas von Taekwon-Do verstehen.

Eis essen mit Opa

Für die fünfjährige Lilly Strunk ist die Hüpfburg namens „Wabbelberg“ der größte Hit an diesem Nachmittag. Und das zweitschönste? „Gleich mit Opa Egon Eis essen gehen!“ Michelle (14) und Lea (19) von der evangelischen Andreasgemeinde-Jugend gehören zu den etwa 50 freiwilligen Helfern, ohne die das Fest nicht stattfinden könnte. Sie verkaufen die Eintrittsbänder für drei Euro, mit denen die Kinder alle Spielmöglichkeiten nutzen dürfen. „Wir machen gute Umsätze“, strahlen sie, „und alles läuft super diszipliniert ab“. Eine weitere Gruppe von Helfern sind Schüler der Alexanderschule und der Realschule. Jessica (14) steht den ganzen Nachmittag bis zur Hüfte im Wasser und überwacht das „Power-Paddeln“. „Ich muss nur aufpassen, dass hier keiner kentert und absäuft. Aber toi-toi-toi, es ist noch nichts passiert.“

Gegen 17.30 Uhr sind alle 3000 Lose verkauft, im Tombolazelt herrscht Andrang bei der Gewinnausgabe, und auch das Laufradrennen der zwei- bis fünfjährigen Piloten auf dem abschüssigen Teil der Rathausallee ist unfallfrei über die Bühne gegangen. Bürgerstiftungsvorsitzender Jochen Bruhn kann jetzt auch entspannt die letzten Sonnenstrahlen genießen und bei einem Glas Bier den eifrigsten Helfern und Spendern danken, die dieses Fest möglich gemacht haben.