Kreismusikschüler spielen vor Drittes Orchester-Event in Wallenhorst

Von Thomas Hitzemann

Rund 250 Musikschüler präsentierten ihr Können in der rappelvollen Gymnasikhalle in Wallenhorst. Foto: Elvira PartonRund 250 Musikschüler präsentierten ihr Können in der rappelvollen Gymnasikhalle in Wallenhorst. Foto: Elvira Parton

Wallenhorst. Rund 250 Aktive aus dem ganzen Landkreis haben in der rappelvollen Gymnasikhalle in Wallenhorst musiziert. Auch das dritte dort ausgetragene Orchester-Event der Kreismusikschule Osnabrück verstand es, Schüler ab der zweiten Grundschulklasse bis zum Erwachsenenalter unter einen Hut zu bringen. So kann die Musikschule fast all ihre Facetten bereits den Eltern der jüngsten Altersgruppen vorführen.

Das Jugendsinfonieorchester präsentierte sogleich einen Ohrenschmaus. Mitreißend klang die „Farandole“ aus der L`Arlesienne Suite von George Bizet unter Walter Kruses Leitung und voluminös dirigierte Thorsten Scholz „March und Dance ll“ aus Dimitri Schostakovitchs Bühnen-Suite. Als Vorstufe dazu erwies sich das Orchester Kunterbunt, das bereits differenzierte Fassungen von „Fluch der Karibik“ oder „Star Wars“ unter Leitung von Dirk Anacker brachte.

Das große multi-stilistische Orchester „Ragazzi Musici“ spielte nach wie vor meist Kompositionen oder Arrangements seines Dirigenten Georgi Gürov. Ein meldodienseeliges Glanzstück war die federnd beschwingte Ouvertüre nach Gioachino Rossinis „Barbier von Sevilla“.

Haareschütteln inklusive

Im schärfsten Gegensatz dazu stand die Rockband „projectXwhy“, geleitet von Alex Friebl. Stahlhart geschliffene Rhythmen ließen die Sporthalle erzittern. Wirkungsvoll schüttelten junge E-Gitarristen dabei ihre schulterlange Haarpracht im Bühnennebel.

Solche Gegensätze wurden musikalisch gemildert durch vielköpfige Gruppen der MOOS-Grundstufe (ein 2008 gestartetes Osnabrücker Musikschul-Modellprojekt). Liedhaft ertönen die Blockflöten mit ihrem „Großelterntag“. Gitarren und Keyboards swingten gemeinsam im „Kinder-Samba“ von Lutz Schäfer. Gut erkennbar vernahm man die „Europa-Hymne“, gestrichen von 50 Bögen auf Violinen, Bratschen und Violoncelli. Natürlich darf das Erkennungslied von MOOS „Wir machen zusammen Musik“ nicht fehlen.

Eine ideenfunkelnde Moderation gelingt Peter Stückemann. Das Team um Schulleiter Peter Hellwig kann zufrieden sein.

Mehr aus Wallenhorst und seinen Ortsteilen im Netz auf www.noz.de/wallenhorst