Ein wenig St. Patrick´s Day „Bottle of Rain“ im Ruller Haus mit Balladen und Dampfhammer

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Beim Auftritt im Ruller Haus orientierten sich „Bottle of Rain“ nicht allein an traditioneller irischer Folklore, sondern spielten auch Titel zeitgenössischer Bands. Foto: Horst TroizaBeim Auftritt im Ruller Haus orientierten sich „Bottle of Rain“ nicht allein an traditioneller irischer Folklore, sondern spielten auch Titel zeitgenössischer Bands. Foto: Horst Troiza

Wallenhorst. Im Ruller Haus stand beim Auftritt von „Bottle of Rain“ der mitreißende Sound des Irish Folk auf dem Programm. Das Trio hielt mit Bravour die Balance zwischen einem ausgelassenen Kneipen-Gig und anspruchsvoller Interpretation von traditionellen irischen Liedern.

Es war sozusagen ein Heimspiel für Sven Göttsche, der für gewöhnlich Folk-Konzerte für das Programm des Ruller Hauses organisiert. Jetzt stand er selbst dort zusammen mit Daniela und Claas Bußmann auf der Bühne, bereit zu einem musikalischen Kurzurlaub auf der Grünen Insel und der inzwischen weltweit geschätzten Ausprägung ihrer speziellen Folk-Musik.

Hundertprozentiger Sound

Wer einmal abends in einem irischen Pub gesessen und den dortigen Musikern gelauscht hat, ist angefixt. Kaum jemand, dem dann ein Reel oder Jig nicht in die Füße fährt, selbst wenn die Bühne Tausend Kilometer entfernt in Rulle steht. Der Sound macht´s schließlich, und den beherrscht das Trio „Bottle of Rain“ hundertprozentig.

Ausgerüstet mit Tin-Whistle, der Schlagtrommel Bodhran, Mandoline, Gitarre und irischer Bouzouki gingen die drei ans Werk und ließen ein buntes Kaleidoskop aus Instrumentals, Gesangsstücken und launigen Ansagen entstehen. Oft waren es Titel aus der reichhaltig gefüllten Kiste traditioneller Songs, doch auch dem moderneren Sound sind „Bottle of Rain“ aufgeschlossen. So kamen neben „Morning Dew“, und „Ye Jacobites“ auch „Worker´s Song“ von den Dropkick Murphy´s und „Float“ von Flogging Molly ins Programm.

Anekdoten

Das Trio war dem allen gewachsen. „Bottle of Rain“ sang Balladen von gefallenen Mädchen („Butcher Boy“), holte den Dampfhammer raus bei „Worker´s Song“ und gab immer wieder Anekdoten zum Besten, die das Publikum im vollen Ruller Haus zum Lachen brachten. Und bei ihren Instrumentals zeigten Claas, Daniela und Sven, dass sie spielen und Tempo machen können. Ein wenig war es wie am St. Patrick´s Day, allerdings mit wenig Guinness aber mit viel, viel irischer Seele.


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