Verein Blau-Weiß Hollage baut Hollager Trainingshalle wird etwas später fertig

Von Silke Brickwedde


Wallenhorst. Bei der neuen Trainingshalle von Blau-Weiß Hollage an der Bergstraße geht es voran. Allerdings wird die Halle sechs Wochen später fertig als geplant. Das schlechte Wetter im Winter hat den Fortgang der Bauarbeiten verzögert.

Die Türrahmen sind eingebaut, die Fenster auch, und die Installateure legen in den Duschräumen die Leitungen. „Das Dach ist drauf, da kann uns das Wetter nicht mehr in die Quere kommen“, sagt Gerd Strößner, Präsident von Blau-Weiß Hollage. Im Winter gab es eine Verzögerung von etwa sechs Wochen. Eigentlich sollte die Halle nach der Sommerpause fertig sein, jetzt kann die Eröffnungsfeier voraussichtlich erst im September steigen.

Judo bisher im Keller

Die neue Halle wird gern „Judohalle“ genannt, weil sich die Judoabteilung sehr darum bemüht und dort viel bessere Möglichkeiten vorfinden wird als im Keller der alten Turnhalle an der Bergstraße. Der Verein und die Gemeinde Wallenhorst legen aber großen Wert darauf, dass das Gebäude eine Trainingshalle wird, die für alle Sportarten ohne Ball geeignet ist. „Der weiche Untergrund ist auch gut für die Rückenfit-Kurse, für Yoga und für die Gymnastik-Gruppen“, zählt Tim Trappe auf. Er ist Ansprechpartner für die Judo-Abteilung. „Schulen und Kindergärten werden die Halle gern nutzen, und es gibt auch schon Anfragen von externen Gruppen.“

Raum wurde viel zu klein

Bisher trainieren die Judoka im Keller der Sporthalle. „Es ist die einzige Halle in der Gemeinde, die einen Keller hat“, erläutert Präsident Strößner. „1969 wurde sie mit Keller geplant, anders ging es wegen der Statik nicht.“ In die Kellerräume ist die Geschäftsstelle eingezogen. Außerdem legte der Verein Matten in ein Zimmer und nutzte ihn für die Judoka sowie als Gymnastikraum. Mit der Zeit wurde dieser Raum allerdings viel zu klein und der Wunsch nach einer neuen Halle immer größer.

84800 Euro Eigenanteil

84800 Euro Eigenanteil muss der Verein für diesen Wunsch aufbringen. „Dann erhalten wir einen Zuschuss von 100000 Euro von Kreis- und Landessportbund. Das ist die Höchstfördersumme“, erläutert Gerd Strößner. 50000 Euro habe Blau-Weiß Hollage im Dezember überwiesen, die restlichen 34800 Euro werden zurzeit gesammelt. „Wir kümmern uns um Spenden, veranstalten zum Beispiel Benefizläufe und setzen natürlich auch unser eigenes Geld ein.“ Die Gemeinde Wallenhorst trägt den Hauptteil der Kosten, mit 635200 Euro wird aktuell gerechnet. Laut Gemeinde wird frühestens Ende des Jahres abgerechnet, dann stehen die tatsächlichen Kosten fest.

Bausteine für Spenden erhältlich

Beim Spendensammeln ist die Judo-Abteilung wieder vorn dabei. „Wir bieten 100 Bausteine für je 100 Euro an“, erklärt Tim Trappe. „Obwohl wir noch gar nicht viel Werbung gemacht haben, sind schon einige Steine verkauft.“ Mit großem Aufwand hat die Abteilung von 2014 bis 2017 die Norddeutschen Meisterschaften ausgerichtet. „Bis zu 70 Helfer waren dabei, doch der Aufwand lohnte sich finanziell.“ Auch bei Sponsorenläufen des Hauptvereins sind viele Judoka mit auf der Strecke. „Und dann haben wir noch bei Preisausschreiben zweimal gewonnen, da haben wir einfach Glück gehabt.“