Wallenhorster Ehrenaamtsgala Jacqueline Mauter ist ein Segen für die Wallenhorster Malteser

Talkrunde auf dem Sofa: Preisträgerin Jacqueline Mauter und Weihbischof Johannes Wübbe. Foto: André HavergoTalkrunde auf dem Sofa: Preisträgerin Jacqueline Mauter und Weihbischof Johannes Wübbe. Foto: André Havergo

Wallenhorst. Um die Spannung bis zum letzten Moment aufrecht zu erhalten, behält die zehnköpfige Jury aus Vertretern des Wallenhorster öffentlichen Lebens ihre Wahl des Preisträgers bis zum „Tag des Anstoßes“ für sich. Außer ihr weiß nur das engste Organisationsteam in der Gemeindeverwaltung um Klaus Schwegmann und Margret Terglane, wer es wird.

Jury-Mitglied Martin Kempchen als Vertreter der katholischen Kirche fiel diesmal die Aufgabe zu, den Preisträger vorzustellen. Er kam vom Allgemeinen zum Speziellen, fügte Mosaiksteinchen an Mosaiksteinchen, bis er schließlich um 21.10 Uhr den Schleier lüftete: Jacqueline Mauter ist die Preisträgerin des „Steins des Anstoßes “ .

Keinen Fortbildungskurs ausgelassen

Mauters Wiege stand im sauerländischen Warstein. Schon mit zwölf Jahren trat sie den Maltesern bei und besuchte regelmäßig die Gruppenstunden. Keinen Fortbildungskurs, der angeboten wurde, ließ sie aus und stieg schon bald zur Gruppenleiterassistentin auf. Nach ihrem Umzug nach Lechtingen im Jahr 2008 suchte die beruflich als Altenpflegerin tätige alleinerziehende Mutter sofort den Kontakt zu den hiesigen Maltesern. Und auch hier machte sie sich bald unentbehrlich, stieg über den Gruppenleiterposten zur Ortsjugendsprecherin auf. Seit 2015 ist sie als Ortsbeauftragte die Nummer eins bei den Wallenhorster Maltesern. Mehr als 20 aktive Helfer hat sie in den vielfältigen ehrenamtlichen Diensten zu koordinieren. Dazu gehören der Sanitäts- und Betreuungsdienst bei Notfällen und Katastrophen, der Besuchs- und Begleitdienst, die Erste-Hilfe-Ausbildung, sozialpflegerische Aus- und Fortbildungen sowie die Malteser-Jugend.

Kein Typ fürs Rampenlicht

„Auch wir hier und heute stehen unter der Obhut der Malteser“, sagte Kempchen, „die ‚roten Engel‘ sind nicht immer sichtbar, aber auf jeden Fall zur Stelle, wenn etwas passiert“. Umso richtiger sei es, Kopf und Herz dieser Truppe nun einmal auf die Bühne zu stellen, auch wenn Mauter in ihrer bescheidenen Art schon im Vorfeld gesagt habe, dass sie „kein Typ fürs Rampenlicht“ sei. Das half ihr nun aber nicht. Gerührt nahm sie den „Stein des Anstoßes“ aus den Händen von Bürgermeister Otto Steinkamp entgegen und lenkte die Ehrung sogleich weiter an ihre vielen Helfer, ohne die sie gar nichts bewegen könne. „Wir packen an, wir helfen anderen und haben selber was davon“, fasste sie das Credo der Malteser zusammen. Sie persönlich habe von dem starken Zusammenhalt einer guten Gemeinschaft profitiert, die ihr nach dem Umzug sofort zur neuen Heimat geworden sei.


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