Seniorenverbände und Heimatvereine Gemeinsam das Kultur und Brauchtum in der Region Osnabrück pflegen

Welche Projekte lassen sich in der ILEK-Hufeisen-Region gemeinsam umsetzen. Das diskutierten in der Ruller Gaststätte „Zum alten Kloster“ unter anderem Dr. Annette Wilbers-Noetzel, Geschäftsführerin pro-t-in GmbH, Horst-Udo-Gärtner (Seniorenbeirat Wallenhorst), Cornelia Holthaus, ILEK-Regionalmanagerin, Hubert Schawe, Marlen Beyer (beide Seniorenbeirat Wallenhorst, Gleichstellungsbeauftragte Kornelia Böert, Berthold Stolte, Maria Barz (beide Seniorenbeirat Wallenhorst) Foto: Christina HalbachWelche Projekte lassen sich in der ILEK-Hufeisen-Region gemeinsam umsetzen. Das diskutierten in der Ruller Gaststätte „Zum alten Kloster“ unter anderem Dr. Annette Wilbers-Noetzel, Geschäftsführerin pro-t-in GmbH, Horst-Udo-Gärtner (Seniorenbeirat Wallenhorst), Cornelia Holthaus, ILEK-Regionalmanagerin, Hubert Schawe, Marlen Beyer (beide Seniorenbeirat Wallenhorst, Gleichstellungsbeauftragte Kornelia Böert, Berthold Stolte, Maria Barz (beide Seniorenbeirat Wallenhorst) Foto: Christina Halbach

Georgsmarienhütte/Wallenhorst. Gemeinsam lässt sich mehr erreichen. Mit diesem Gedanken gingen jetzt Seniorenvertretungen und Heimatvereine aus sechs Gemeinden in Wallenhorst auf erste Tuchfühlung. Mit dabei: der Heimatverein Kloster Oesede.

Gastgeberin war die ILEK-Hufeisen-Region des Landkreises Osnabrück: „Die Akteure in den Nachbargemeinden miteinander zu vernetzen und Beispiele zu finden, an denen man zusammen arbeiten kann“, ist laut ILEK-Regionalmanagerin Cornelia Holthaus das Ziel dieser ersten Zusammenkunft. 2014 haben sich die Gemeinden Belm, Bissendorf, Georgsmarienhütte, Hagen, Hasbergen und Wallenhorst zusammengeschlossen und ein „Integriertes ländliches Entwicklungskonzept“, kurz ILEK entwickelt.

Erhalt von Kultur- und Brauchtum

Ziel der Kooperation: der Erhalt von Kultur- und Brauchtum und die Förderung eines lebenswerten, ländlichen Raums. Auch finanziell hat das Konstrukt sein Gutes: Der Zusammenschluss mehrerer Kommunen erleichtert den Zugang zur Förderung aus EU- und Landestöpfen. Cornelia Holthaus kommt eine unterstützende und vernetzende Funktion zu: Sie ebnet den Akteuren den Weg durch den Antragsdschungel und klärt gemeinsame Bedarfe der Hufeisen-Gemeinden.

Als mögliche gemeinsame Projekte stellte der Wallenhorster Seniorenbeirat bei dem Treffen Ideen zu einer Beschilderung historischer Gebäude und einem heimatkundlichen Malbuch sowie die Nachbarschaftshilfe „Hand in Hand“ vor. Im Georgsmarienhütter Ortsteil Kloster Oesede ist ein solches Vorhaben, wie Günter Rolwes vom dortigen Heimatverein mitteilte, bereits in Planung: So wurden in jüngster Zeit für die Beschilderung eines Kulturweges EU-Fördermitteln von 500 000 Euro beantragt. Auch in Hagen gebe es bereits entsprechende Hinweistafeln.

Generationsübergreifende Arbeit

Aber die Wallenhorster Senioren hatten im Vorfeld weitere Ideen entwickelt: Generationsübergreifende Arbeit ist der 60+-Gruppe besonders wichtig: „Wir wollen nicht nur für uns etwas tun, sondern auch für die Jugend“, betonte die Vorsitzende Marlen Beyer. Ein Malbuch soll diesem Gedanken Rechnung tragen: Zeichnungen von Wallenhorster Sehenswürdigkeiten zum Ausmalen sollen Kindergarten- und Schulkindern sowie neuen Familien den Ort näherbringen oder Großeltern zu gemeinsamen Erkundungsgängen mit den Enkeln bewegen.

Auf große Begeisterung bei den Teilnehmern stieß indes die ehrenamtliche Alltagshilfe „Hand in Hand – wir helfen“, die der Seniorenbeirat in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wallenhorst seit April dieses Jahres für ältere Menschen organisiert. Rund 33 ehrenamtliche Helfer bieten gegen einen Kostenbeitrag von fünf Euro Begleitdienste zum Einkaufen oder zu Arztbesuchen, kleine handwerkliche Hilfen und Gesprächs- und Besuchsdienste an. Eine Idee, die ankommt: 80 Aufträge seien in den vergangenen Monaten abgewickelt worden, berichtete Koordinator Berthold Stolte.

Weiteres Treffen geplant

Erwartungsgemäß wurde bei diesem ersten Treffen noch nichts beschlossen: Vielmehr wollen die Teilnehmer die Ideen zunächst in ihren Vereinen vorstellen. „Vernetzung und Austausch zwischen den Gemeinden soll jedoch weiter fortgesetzt werden“, nahm Marlen Beyer als Fazit mit. Geplant ist ein weiteres Treffen, dann in einer anderen Gemeinde aus der ILEK-Hufeisen-Region.


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