Flüchtlinge irren durch den Ort Verstecktes BAMF-Büro in Wallenhorst sorgt für Verwirrung

Seit August gibt es ein Büro des Bundesamtes für Migration in Wallenhorst – versteckt in einem Gewerbegebiet. Foto: imago/Reiner ZensenSeit August gibt es ein Büro des Bundesamtes für Migration in Wallenhorst – versteckt in einem Gewerbegebiet. Foto: imago/Reiner Zensen

Wallenhorst. Mitten im Gewerbegebiet in Wallenhorst hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ein Büro eingerichtet – ohne die Kommune zu informieren.

„Wir haben zufällig davon erfahren, als Flüchtlinge bei uns im Rathaus aufgelaufen sind, weil sie das BAMF-Büro nicht gefunden haben“, sagte Bürgermeister Otto Steinkamp. Denn aus Sicherheitsgründen dürfe dort kein Schild aufgestellt werden. Der NDR hatte zuerst darüber berichtet, wie Menschen, die absolut ortsunkundig seien, ein Gebäude suchen, wo es kein Türschild gibt. Das Bundesamt war am Dienstag für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Gestrandet in Wallenhorst

Das BAMF ist die zentrale Anlaufstelle für Asylbewerber. Die Zentrale befindet sich in Nürnberg, in vielen Städten gibt es Außenstellen – in Oldenburg, Friedland und Osnabrück und nun auch in Wallenhorst. Die Bundesbehörde hat die Räume zum 1. August angemietet. „Problematisch ist, dass viele Termine morgens um 8.00 Uhr sind. Die Flüchtlinge müssen einen Tag vorher anreisen und irgendwo übernachten“, sagte Steinkamp. Sie strandeten in Wallenhorst, die Polizei habe bereits Flüchtlinge zur Landesaufnahmebehörde nach Osnabrück gebracht, damit sie dort schlafen können.

„Ich hätte mir gewünscht, dass die Behörde mit uns kommuniziert“, sagte der Bürgermeister. „Wir haben mehr als 200 Flüchtlinge aufgenommen, viele von ihnen müssen zur Anhörung nach Friedland bei Göttingen fahren.“ Ehrenamtliche begleiteten sie, es entstünden Fahrtkosten, die gespart werden könnten.


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