Drei Leben treffen aufeinander Lesung von Maria Braig im Ruller Haus

Von Stefanie Preuin


Wallenhorst. Die Osnabrücker Autorin Maria Braig las im Ruller Haus aus ihrem Roman „Spanische Dörfer – Wege zur Freiheit“. Drei Lebensgeschichten treffen darin aufeinander.

Es geht um junge Menschen, Minderheiten und Lebenswege in der Publikation „Spanische Dörfer – Wege zur Freiheit“ von Maria Braig. Der Lebensweg der Autorin hielt aber auch einige Überraschungen bereit. Die Germanistin arbeitete zunächst als Lektorin, hat dann „Geschmack am Fahren“ gefunden. Seit 25 Jahren arbeitet sie als Lkw-Fahrerin und stieg später wieder als freie Lektorin in das Verlagsgeschäft ein.

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Dritter Roman

Zudem kam die Leidenschaft Texte zu verfassen und diese mündete in ihrem mittlerweile dritten Roman. „Nennen wir sie Eugenie“ und „Amra und Amir“ beschäftigten sich schon mit „Außenseiterthemen“, in „Spanische Dörfer“ treffen drei Minderheiten und Außenseiter aufeinander. Die flüchtende Frau aus Afrika schlägt sich allein durch und gelangt nach einer beschwerlichen, langen Reise nach Spanien. Dort lebt der transsexuelle Enrique, der als Henriqua geboren wurde. Der hat zwar einen Studienabschluss, sieht aber seine Zukunft nicht im krisengebeutelten Spanien. Sein bester Freund ist Leon – ein junger, intelligenter Mann mit Down Syndrom.

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Die drei Protagonisten lernen voneinander, wie sich die Diskriminierung des anderen anfühlt und äußert. „Sie suchen einen gemeinsamen Weg ohne Diskriminierung“, erzählte Autorin Maria Braig. Im Roman wolle sie aber nicht das individuelle Problem problematisieren.

Intensive Recherche zum Down Syndrom

Über die Themenfelder Flucht, Asyl und sexuelle Identität schrieb Maria Braig schon in ihren vorherigen Büchern. Das Down Syndrom recherchierte sie ausgiebig. „Wie es passiert ist, weiß ich auch nicht mehr, aber die dritte Figur ist Leon. Ich bin für den Charakter den Klischees über Down Syndrom nachgegangen“, sagte Maria Braig. Als der Roman fertiggestellt war, suchte sie außerdem Rat bei einer Down-Syndrom-Expertin. Zwar verhalte sich der Protagonist nicht dem Syndrom entsprechend, Maria Braig entschied sich trotzdem für den Charakter.

Wohl auch, weil er sich mit den zwei anderen Figuren reibt, harmoniert, ergänzt und sich dadurch ein abwechslungsreiches Zusammenspiel ergibt.

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