Videoworkshop im Museum Kinder erkunden das Museum Industriekultur in Osnabrück

Maxi (10, links) und Jan (13) arbeiteten gemeinsam an einer Dokumentation über den gesamten Piesberg. Hier schnitten sie erste Szenen zusammen. Fotos: Claudia SarrazinMaxi (10, links) und Jan (13) arbeiteten gemeinsam an einer Dokumentation über den gesamten Piesberg. Hier schnitten sie erste Szenen zusammen. Fotos: Claudia Sarrazin

Wallenhorst/Osnabrück. „Tatort Museum“, lautete das Motto eines besonderen Ferienspaßes: Eine Woche lang nahmen 16 Ferienkinder an einem Filmworkshop im Museum Industriekultur und im Medienlabor den Berufsbildenden Schulen (BBS) Westerberg in Osnabrück teil.

Zwei Tage lang hatten die Kinder sogar das komplette Osnabrücker Industriemuseum ganz für sich allein. Sie durften alle Gebäude und den Zechenbahnhof als Kulisse für ihre Filme nutzen.

Eine Dokumentation über den Piesberg

Maxi (10) und Jan (13) machten das Gelände zum Hauptakteur ihres Filmes: „Wir drehen eine Dokumentation über den Piesberg“, so Jan, der gerade mit Maxi eine Filmpassage vertonte. Dieser fand: „Das Zusammenstellen des Films macht am meisten Spaß.“ Jan hingegen mochte besonders, „draußen herumzurennen und Dinge zu entdecken“.

Die Bandbreite der Arbeiten ist groß

Einen Tisch weiter erklärte Chiara (11), warum sie bei dieser Aktion dabei ist: „Ich habe gedacht, das ist spannend, Videos zu machen.“ Sie ging malerisch an die Aufgabe heran und malte eine Bildergeschichte, die sie später abfilmen wollte. Die Bandbreite der Arbeiten war groß: Eine Gruppe legte viel Wert auf Verkleidung und Schauspiel, eine andere drehte einen Krimi.

Das sagen die Profis

„Die Kinder denken komplett anders als Erwachsene, deshalb überraschen sie uns recht häufig“, berichtete Stefan Hestermeyer, der als Profi den technischen Part des Workshops betreute. Er lobte zudem: „Die Kinder machen das gut, sie haben unglaublich vielfältige Interessen und Vorstellungen. Margret Baumann, Pressesprecherin des Museums, wiederum stellte fest: „Ich finde es besonders schön, dass jüngere Leute sich das Museum in Verbindung mit neuer Technik erschließen.“ Die Filme der Kinder hatten nach der Workshopwoche im Haseschachtgebäude des Museums Premiere.


Das Jugend-Medienprojekt im Museum Industriekultur geht auf eine Initiative des Ruller Haus zurück, wurde mit Fördermitteln aus „Kultur macht stark“ zum dritten Mal im Ferienspaß unter der Leitung von Elisabeth Lumme angeboten.

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