Zentrumsentwicklung Baubeginn auf Töwerland-Areal Wallenhorst für 2017 geplant

Von Sandra Dorn

Wie geplant, soll der barrierefreie Gebäudekomplex auf dem Töwerlandareal ab 2017 gebaut werden. Visualisierung: Wiekowski Architekten, Luisa BergmannWie geplant, soll der barrierefreie Gebäudekomplex auf dem Töwerlandareal ab 2017 gebaut werden. Visualisierung: Wiekowski Architekten, Luisa Bergmann

Wallenhorst. In der ersten Jahreshälfte 2017 sollen die Bauarbeiten auf dem Töwerlandgelände im Wallenhorster Zentrum beginnen. Das sagte auf Anfrage der Wallenhorster Architekt Markus Wiekowski unserer Zeitung. Der Wallenhorster Rat hatte in der Sitzung am 16. Juli einstimmig die Satzung für die entsprechende Bebauungsplanänderung beschlossen.

Noch im Juni wolle das Investorenteam um Wiekowski den Bauantrag einreichen, so der Architekt. Das Team besteht aus seinem Architekturbüro, der Bad Essener Firma „SM Bau & Wohnen Immobilien“ und „Futura Invest“ aus Hunteburg. Vor etwa einem Jahr hatte Wiekowski erstmals den Entwurf im Rat präsentiert (hier gibt es eine Überflugsimulation) . Bislang waren alle Pläne anderer Investoren gescheitert , das Filetstück an der Ecke Große Straße/Franksmannstraße zu bebauen.

Barrierefreier Wohnkomplex mit Bistro

Die Investoren planen einen dreiteiligen Komplex aus barrierefreien Wohnungen, einer Praxis und einem Bistro im Erdgeschoss, an das sich ein Platz mit Aufenthaltsqualität an der Straßenecke anschließen soll, und einer Tagespflegeeinrichtung im hinteren Bereich. Ursprünglich vorgesehen war zudem ein hotelähnliches Boardinghaus. Das sei mittlerweile aber vom Tisch, sagt Wiekowski: „Das lässt sich nicht so ohne Weiteres umsetzen. Die Betreiberfrage war schwierig.“ Stattdessen werden weitere Wohnungen entstehen. Parken werden die Bewohner in einer Tiefgarage.

Optik bleibt gleich

Städtebaulich, sprich optisch, habe sich am 2015 vorgestellten Entwurf nichts geändert: Drei Gebäudeteile sind geplant: Das große Eckhaus, das ursprünglich als Boarding- und nun als Wohnhaus geplante zweite Gebäude an der Franksmannstraße und davon abgesetzt zum Drosselweg hin eine würfelförmige Stadtvilla mit drei großen Eigentumswohnungen – pro Etage eine. Insgesamt sollen 33 Wohnungen entstehen, der Innenhof wird begrünt.

Intensive Vermarktung am Juli

Im Zuge Vermarktung würden aktuell die Grundrisse der Wohnungen präzisiert, so Wiekowski. In den Monaten Juli, August, September solle die intensive Vermarktungsphase sein, dann gehe es an die Ausführungsplanung. Baubeginn werde eventuell im Mai 2017 sein, sagt Wiekowski, „je nach Wetterlage auch früher“.

10 Millionen Euro Investitionsvolumen

Geheizt werde übrigens mit Wärme aus einem Blockheizkraftwerk, von dem die Bewohner wahlweise auch den Strom beziehen könnten. Sämtliche Wohnungen sind als Eigentumswohnungen konzipiert, zu den Preisen erteilt der Architekt noch keine Auskunft. Wer Interesse daran hat, als Mieter einzuziehen, muss sich gedulden, bis eventuelle Kapitalanleger als Vermieter auftreten. „Seitens der Bauträger ist eine Vermietung nicht vorgesehen“, so Wiekowski. Das Investitionsvolumen beziffert er mit circa zehn Millionen Euro.

Vorgeschichte: Zentrumssanierung

Vor etwa sechs Jahren hatte die Gemeinde das 4800 Quadratmeter große Grundstück an der Ecke Große Straße/Franksmannstraße über ihren Sanierungsträger Baubecon im Zuge der Zentrumssanierung erworben. 2011 wurde die Ruine des abgebrannten Hotels Töwerland abgerissen, damit dort etwas Neues entstehen kann. Die Einnahmen aus dem Weiterverkauf des Areals – 1,04 Millionen Euro – sind im Sanierungstopf eingeplant, aus dem die übrigen Projekte wie die Erneuerung von Großer Straße und Kirchplatz finanziert wurden. In den Topf zahlen je zu einem Drittel die Gemeinde Wallenhorst, das Land Niedersachsen und der Bund ein. Das letzte Großprojekt, das noch ansteht und zuletzt auf 2017 geschoben wurde, ist die Erneuerung des nördlichen Abschnitts der Großen Straße (zwischen Portakreisel und dem Kreisel an der Niedersachsenstraße).