Drei Standbeine Jungunternehmer übernimmt Detmer GmbH in Wallenhorst

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Führt seit Anfang 2016 die „Detmer GmbH“: Marc Vennemann. Foto: Christina HalbachFührt seit Anfang 2016 die „Detmer GmbH“: Marc Vennemann. Foto: Christina Halbach

Wallenhorst. 1921 gründete Elektromeister Franz Detmer die gleichnamige Firma in  Wallenhorst. Seine Kinder und Enkelkinder folgten ihm auf diesem Weg und  eröffneten 1965 an der Drostestraße einen weiteren Betrieb für Heizungs- und Sanitärtechnik.  Nach dem Tod des bisherigen Inhabers Reinhard Detmer hat seit Anfang des Jahres der Wallenhorster Marc Vennemann die Leitung des Betriebes übernommen.

„Für die Kunden wird sich nichts ändern, alles geht weiter wie bisher“, betonen Vennemann und Beate Detmer unisono. Geändert wurde zu Beginn 2016 lediglich der Firmenname: Aus der „Franz Detmer GmbH“ wurde die „Detmer GmbH“. „Damit wollen wir zeigen, das ist weiterhin die Firma Detmer, auch wenn Marc Vennemann die Firma führt“ stellt Beate Detmer heraus. Wenn es um die drei Standbeine der Firma „Elektro, Heizung und Sanitär“ geht, ist Marc Vennemann mit seinen vier Gesellen sowie Beate Detmer in der Buchhaltung für die Kunden da: Vom tropfenden Wasserhahn, über Neuinstallationen bis hin zu Sanierung von Heizungsanlagen und Badezimmern. „Kerngeschäft wird die Heizungs- und Sanitärinstallation bleiben“, betont er.

Guter Kundenstamm

Nach Jahren der Arbeit direkt auf der Baustelle ist der Meister für Elektrotechnik sowie Heizungs- und Sanitärtechnik nun für Kundenakquise, Gespräche mit Bauträgern und den wirtschaftlichen Gesamtüberblick zuständig ist. „Das ist definitiv eine Herausforderung“, betont der 31-jährige Jungunternehmer, der auf einem guten Kundenstamm aufbauen kann: Neben einem großen Teil privater Kunden gehören die Gemeinde, kirchliche Einrichtungen und diverse Industriekunden zu den Auftraggebern. Diese weiterhin vor dem Hintergrund neuer technischer Entwicklungen zufrieden zu stellen, ist sein Ziel. 

Gestiegener Beratungsbedarf

Energiesparende Heizkonzepte hätten einen gestiegenen Beratungsbedarf nach sich gezogen. Wärmepumpen, Kraft-Wärme-Kopplung, kontrollierte Wohnraumlüftung oder hydraulischer Abgleich gehören zu den Techniken, die dem energiebewussten Verbraucher am Herzen liegen. Aber: „Nicht jedes Heizkonzept ist für jeden Kunden auch tatsächlich passend“, betont Vennemann. Das sei abhängig von den zur Verfügung stehenden Brennstoffen, dem Portemonnaie und auch dem technischen Interesse des Kunden.  „Die Anlagen sind ja inzwischen computergesteuert, nur auf den Knopf zu drücken, reicht nicht“, gibt er zu Bedenken. Um mit dem Kunden eine optimale Förderung zu erzielen, arbeitet er mit einem Wallenhorster Energieberater zusammen.

Inserat in der Handwerkskammer

Um im Dickicht der technischen Entwicklung und Förderungskonzepte den Durchblick zu behalten, legt Vennemann Wert auf Schulungen: „Das ist Pflicht, wenn ich als Handwerksbetrieb wahrgenommen will.“ Er wolle Fachmann sein und nicht der Elektriker von nebenan. Mit der Firma Detmer habe er den Betrieb gefunden, in dem er dieses Konzept umsetzen kann: „Ich habe festgestellt, in der Firma kann ich mich verwirklichen“, erinnert sich Vennemann, nachdem er durch ein Inserat in der Handwerkskammer auf das Verkaufsangebot aufmerksam geworden, Kontakt mit dem Betrieb aufgenommen hatte. „Einige Interessenten haben sich gemeldet“, sagt Beate Detmer im Rückblick auf die Zeit, als sie noch mit ihrem Mann mangels eigenen Nachfolgers einen Käufer gesucht hatte. Doch das habe nie gepasst: „Die wollten nicht die Firma Detmer weiterleben lassen, sondern nur übernehmen, was drinsteckt.“ (Weiterlesen: Zum Ortsportal ).


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