Vergrößerung an der Hansastraße Wallenhorster Kampfsportschule Schawe zieht in Neubau


Wallenhorst. Die Wallenhorster Kampfsportschule Schawe (KSS) zieht voraussichtlich im Juni um: von der Alten Hofstelle an die Hansastraße. Künftig wird es am neuen Standort möglich sein, größere Turniere auszutragen.

Oliver Schawe steht in der leeren hellen Halle mit ihren hohen Decken und kann es immer noch kaum glauben. Mit seiner Kampfsportschule an der Alten Hofstelle im Wallenhorster Zentrum hatte sich der Profisportler bereits einen lange gehegten Traum erfüllt, aber künftig wird er in den neuen Räumen an der Hansastraße nahe dem Portakreisel auch die Möglichkeit haben, Wettkämpfe durchzuführen. Mit einem Hochring für Box-Veranstaltungen und mit Platz für rund 200 Zuschauer. Das gebe ihm endlich die Gelegenheit, den Sport vor Ort auch zeigen zu können, sagt er.

Ehemaliger Corso-Sauna-Standort

Die neue Halle ist seit November am ehemaligen Standort der Corso Saunamanufaktur entstanden. Vor drei Jahren waren die Saunabauer von Wallenhorst nach Bramsche-Hesepe gezogen , da die Erweiterungsmöglichkeiten in der Gemeinde Wallenhorst zu begrenzt waren. Schawe mietet die hintere Hälfte der neuen Halle auf dem ehemaligen Corso-Areal, den vorderen Teil wird ein Therapiezentrum beziehen. Der Hallenbau entstand in enger Absprache mit den beiden Mietern, sagt der Eigentümer.

Mehr Platz, besserer Zuschnitt

Für Schawes Kampfsportschule seien es zwar nur 100 Quadratmeter mehr Platz als an der Alten Hofstelle, aber der Zuschnitt sei günstiger, sagt der zigfache Weltmeister im Kickboxen und Träger diverser weiterer Titel im Kickboxen und Taekwondo. 2015 wurde Schawe mit dem Leo-Award als Sportler des Jahres ausgezeichnet. „Es soll etwas Überregionales werden“, sagt Schawe. Die zusätzlichen Quadratmeter kämen komplett dem Trainingsbereich zugute.

Erfolgsgeschichte

Vor 13 Jahren eröffnete der Ruller seine Kampfsportschule . Er begann zweimal pro Woche in einem kleinen Raum der Ballettschule, der rasch nicht mehr ausreichte. Zu Beginn hat der gelernte Physiotherapeut Schawe nebenher noch halbtags in seinem Beruf und als Trainer in verschiedenen Fitness-Studios und Vereinen gearbeitet. Dann kam der Umzug an die Alte Hofstelle, aus dem Halbtags- wurde ein Vollzeitjob – und voraussichtlich im Juni wird es an der Hansastraße noch eine Nummer größer weitergehen. „Dass es mal so groß wird, hätte ich nie gedacht“, sagt Schawe.

Fitness-Trend

Er profitiert nicht zuletzt vom wachsenden Trainingsbedarf im Fitnessbereich. „Viele sehen den Kampfsport als Fitnesstraining“, sagt er, schließlich werde dabei der gesamte Körper mitgeformt. Die meisten seiner rund 450 Schüler kämen aus Wallenhorst und dem Bereich Osnabrück, so Schawe. Den Trainingsbereich will er groß und offen lassen. Künftig werden mehr Parallelkurse möglich sein als aktuell, außerdem würden seine Schüler dann die Möglichkeit haben, während der Trainingszeiten ein Zirkeltraining zu absolvieren, ohne an feste Kurse gebunden zu sein.

Sport Dierker zieht in die alten Räume

Die Zukunft des alten KSS-Standorts an der Alten Hofstelle ist bereits geklärt. Das Sportgeschäft Dierker wird von der Hollager Straße dorthin ziehen. Das bestätigte Silvia Wulftange von Sport Dierker unserer Redaktion. Voraussichtlich werde es im September soweit sein. Der Laden wird seine Fläche durch den Umzug verdoppeln können.


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