Energie gespart, Natur geschützt Wallenhorst zeichnet Bürger mit RWE-Klimaschutzpreis aus

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Kleine Leute, große Leute - alle können etwas für den Klimaschutz tun. Im Rathaus zeichnete Bürgermeister Otto Steinkamp Bürger mit Klimaschutzpreisen aus. Foto: Horst TroizaKleine Leute, große Leute - alle können etwas für den Klimaschutz tun. Im Rathaus zeichnete Bürgermeister Otto Steinkamp Bürger mit Klimaschutzpreisen aus. Foto: Horst Troiza

Wallenhorst. Im Rathaus hat Bürgermeister Otto Steinkamp die diesjährigen mit insgesamt 2500 Euro dotierten RWE-Klimaschutzpreise verliehen. Die sechs Preisträger haben sich durch besondere Initiativen hervorgetan, die der Erhaltung natürlicher Lebensbedingungen oder der Verbesserung des Klimaschutzes dienen.

Die Ideenvielfalt der diesjährigen Preisträger ist verblüffend. Von der Mobilität bis zur energetischen Haussanierung, vom Bau eines Insektenhotels bis zum Projekt „Kinderbauernhof“ reicht die Palette der Maßnahmen, die sich allesamt dem nachhaltigen Klimaschutz und der Erhaltung der Lebensbedingungen widmen. Seit 2004 zeichnet die Gemeinde zusammen mit dem Energieversorger RWE Bürger in Wallenhorst aus, die sich auf ihre Weise Gedanken um den Klimaschutz machen und dabei auch ausgetretene Pfade verlassen.

Zu ihnen gehört Sebastian Hollermann. Er hat eine Smart-Home-Steuerung entwickelt, mit der er die von der Solarstromanlage auf seinem Haus gewonnene Energie optimal für sein Elektrofahrzeug nutzen kann. Landwirt Christian Trame hat auf seinem Dach eine Fotovoltaikanlage die mit einem Batteriespeicher gekoppelt ist. Mit der so dauerhaft vorhandenen Energie werden die Stallungen auf seinem Hof belüftet, ob die Sonne scheint oder nicht, auch nachts.

Sonja und Markus Wächter wurde der Preis für die vorbildliche energetische Sanierung ihres Zweifamilienhauses verliehen. Unter anderem war es der Einbau eines wasserführenden Kaminofens zur Heizungsunterstützung mit angeschlossenem Hygienepufferspeicher, der der Jury preiswürdig erschien. Ebenso wurden die Eheleute Andrea und Thomas Hörnschemeyer ausgezeichnet, die ihr Wohngebäude vom Dachboden bis zur Kellerdecke gedämmt und dabei nicht vergessen haben, energiesparende, dreifach verglaste Fenster einzubauen. Zusätzlich wurden eine Pellet-Heizung mit einem Multifunktionsspeicher, eine Trinkwasser- und eine Solarstation installiert.

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Heinrich Theismann ist auf anderem Gebiet vorbildhaft in Erscheinung getreten. Er hat auf einem Grundstück in Ost-Rulle in Eigeninitiative ein Insektenhotel errichtet: Die Nist- und Überwinterungshilfe für verschiedene Insekten leistet einen Beitrag zur Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts. Eine Infotafel gibt über die Beschaffenheit des Insektenhotels Auskunft, das auch für schulische Zwecke eingesetzt werden soll.

Zu den Preisträgern gehört auch die Erich-Kästner-Schule in Hollage, wo unter Beteiligung von Schülern, Lehrern, Eltern und des Hofbesitzers Christian Voßgröne das Projekt „Kinderbauernhof“ gestartet wurde. Einmal wöchentlich treffen sich dort Kinder einer AG unter der Leitung von Isabell Berelsmann-Nieporte und Monika Pöppelmann, um Gemüse zu pflanzen und Obst zu ernten, um später gemeinsam Essen zuzubereiten oder zu verkaufen. Ebenso werden dort Tiere, Schafe, Esel und Enten, versorgt. Hintergrund des Projekts ist die Vermittlung von Wissen über Gartenbau, Landwirtschaft und Tierhaltung.

Bürgermeister Otto Steinkamp hob bei der Preisverleihung die „Kreativität und Innovation derjenigen hervor, die sich um Klimaschutz Gedanken machen“. Es sei eine ganze Reihe von Bewerbungen eingegangen, die, wenn auch nicht alle mit einem Preis ausgezeichnet wurden, das Potential von Maßnahmen für den Klimaschutz dokumentierten. Die Preisträger wurden mit Geldsummen in unterschiedlicher Höhe bedacht.


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