Interview mit Sandra Barenkamp „Die Lechtinger Grundschule liegt mir einfach am Herzen“

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Wallenhorst . An der Lechtinger Grundschule gehört Sandra Barenkamp eigentlich zum Inventar. Schon seit 14 Jahren unterrichtet sie dort mit Herz und Elan ihre Schüler. Nun wagte die 40-jährige Emsländerin einen neuen Schritt. Seit Mai ist sie offiziell Rektorin und leitet nun die Geschicke ihrer Grundschule. Und nicht nur das – auch privat hat sich für Sandra Barenkamp einiges geändert.

Frau Barenkamp, Sie sind in Lechtingen kein neues Gesicht, aber viele können mit ihrem Namen derzeit noch nicht viel verbinden. Wie kann das sein?

Das ist ganz einfach (lacht). Aus Sandra Bülte wurde Sandra Barenkamp, weil ich kurz nachdem ich den Rektorenposten antrat, geheiratet habe. Auch für mich ist der neue Name noch etwas ungewohnt, genauso wie der neue Posten.

 

Und was genau hat Sie zu Ihrer beruflichen Veränderung bewegt?

Stillstand liegt mir nicht. Die Dinge müssen in Bewegung sein. So sehe ich das auch im Berufsleben. Ich bin wirklich gerne Grundschullehrerin und liebe die Arbeit mit den Kindern. Aber ich habe schon immer zusätzliche Herausforderungen neben dem Unterrichten gesucht. Dabei lernte ich natürlich schnell zu priorisieren und zu delegieren. Dann habe ich gemerkt, dass man zum Delegieren ein Team benötigt, also musste ich Schulleiterin werden (lacht).

 

Und welche Herausforderungen?

Ich hatte bereits einen Lehrauftrag an der Universität Osnabrück für fünf Jahre, dann habe ich ab 2008 für die Landesschulbehörde zuerst als Trainerin für Unterrichtsqualität und danach als Fachberaterin Mathematik gearbeitet. Das heißt, ich war vier Tage vor Ort in Lechtingen und habe meine Schüler unterrichtet und war einen Tag für die Landesschulbehörde unterwegs.

 Und das reichte Ihnen nicht?

Doch, ich war zufrieden. Aber als unsere ehemalige Rektorin in Rente ging und der Rektorenposten nicht besetzt wurde, übernahm ich vorerst kommissarisch die Leitung der Schule. Ziemlich schnell habe ich dann Gefallen an der Aufgabe gefunden und den Schritt gewagt, mich um den Posten zu bewerben. Und ich freue mich wirklich, dass ich mich so entschieden habe.

 

Nennen Sie drei Dinge, die Ihnen an ihrer Aufgabe als Schulleiterin besonders gefallen.

Organisieren und planen macht mir Spaß, und die Lechtinger Grundschule liegt mir einfach sehr am Herzen. Ich fühle mich ihr verbunden. Und nicht zuletzt sind das Kollegium und die Schüler einfach toll.

 

Was zeichnet Ihre Schule besonders aus?

Das Tollste ist sicherlich, dass jeder mit Leib und Seele dabei ist und dass ich mich mit einem Team austauschen darf, das sich begeistern lässt für moderne Unterrichtsmethoden und innovatives Lehrmaterial. Mit Freude arbeiten wir an dem neuen interaktiven Beamer an unserer Schule.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft ihrer Schule?

Das kann ich genau auf den Punkt bringen (lacht herzlich). Ich hätte gerne in jedem Klassenraum einen solchen interaktiven Beamer und Tabletts für die Schüler. Diese Art der Ausstattung ermöglicht einen völlig neuen Unterricht, der mich begeistert. Leider fehlen uns dazu derzeit die finanziellen Mittel.

 

Stichwort „Inklusion“. Wie stellt sich Ihre Schule dieser Herausforderung?

Wir unterrichten seit mehr als zehn Jahren Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf im Rahmen des Regionalen Integrationskonzeptes. Das hat bisher immer sehr gut geklappt. Ich bin für die Inklusion und habe das Glück, dass die Gemeinde Wallenhorst die sachlichen Voraussetzungen hierfür schafft. Angesichts der sehr unterschiedlichen Unterstützungsbedarfe dieser Kinder hoffe ich nur, dass wir auch wirklich den Anforderungen eines jeden gerecht werden können. 


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