DFB-Ehrenamtspreis Besondere Auszeichnung für Michael Lührmann

Strahlend nimmt Michael Lührmann (links) den DFB-Ehrenamtspreis überreicht von Bernd Kettmann (NFV Kreis Osnabrück-Land) entgegen. Foto: NFV Kreis Osnabrück-LandStrahlend nimmt Michael Lührmann (links) den DFB-Ehrenamtspreis überreicht von Bernd Kettmann (NFV Kreis Osnabrück-Land) entgegen. Foto: NFV Kreis Osnabrück-Land

Wallenhorst. Ein Leben ohne Ehrenämter kann sich Michael Lührmann aus Hollage kaum vorstellen. Schon als Teenager engagierte er sich ehrenamtlich – besonders in seinem Sportverein Blau-Weiß-Hollage. Aber auch in seiner Kirchengemeinde ist der heute 24-jährige seit Langem aktiv. Für seinen Einsatz im Sportverein erhielt der gelernte Erzieher nun den DFB-Ehrenamtspreis.

„Sich in die Gemeinschaft einzubringen, liegt bei uns in der Familie“, sagt Lührmann wie selbstverständlich. Bereits sein Vater, aber auch sein Bruder seien Fußballtrainer bei Blau-Weiß-Hollage gewesen. „So bin ich praktisch im Ehrenamt groß geworden.“

Wochenenden auf dem Platz

Mit 13 Jahren habe er das Abkreiden der Rasenplätze im Hollager Sportzentrum am Benkenbusch für den Spielbetrieb der Herren- und Jugendmannschaften an den Wochenenden übernommen. „Wir haben ganz in der Nähe der Plätze gewohnt, das war für mich ein Katzensprung, und ich habe das gerne gemacht“, erinnert er sich.

Jugendarbeit in allen Bereichen

In den folgenden Jahren habe er sich dann zunehmend in die Jugendfußballabteilung eingebracht. Ab 2006 als Co-Trainer einiger Jugendmannschaften, später dann als hauptverantwortlicher Coach und Mitglied im Jugendausschuss der Fußballabteilung des Vereins. „Seit 2012 bin ich verantwortlich für den Bereich der G-Junioren und kümmere mich neben der Gestaltung der Trainingseinheiten auch um den Minikickerwerbertag und einige andere Dinge“, so Lührmann.

Zeltlager und Herbstcamp

Vielen Vereinsmitgliedern ist Michi – wie er von Jedermann genannt wird – jedoch nicht nur durch seine Trainertätigkeit bekannt. Auch beim jährlichen Zeltlager in den Sommerferien und dem traditionellen Herbstcamp hat er seine Finger in Spiel.

Große regionale Resonanz

Auf die Frage, was ihn an seiner Auszeichnung durch den Deutschen Fußball Bund besonders bewege, antwortet er klar: „Mich berühren vor allem die regionale Resonanz und der Umgang mit der Auszeichnung in unserem Verein. Auch in anderen Vereinen gibt es Menschen wie mich, die eine solche Aufmerksamkeit verdient hätten. Aber dort wird ehrenamtliche Arbeit viel zu selten kommuniziert und anerkannt. Man sollte nicht immer das wenige Schlechte in den Fokus rücken. Viel mehr muss das Gute im Vordergrund stehen.“

Verantwortung übernehmen ist wichtig

Für die Zukunft sei ihm wichtig, dass es weiter Ehrenamtliche gibt, die sich für Verantwortung und Aufgaben begeistern können. Ehrenamt sei längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Jugendliche für diese Aufgaben zu gewinnen, werde immer schwieriger. „Gerade und besonders deshalb will ich immer wieder diejenigen in den Fokus rücken, die sich ehrenamtlich engagieren, um so weitere Helfer zu finden.“


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