Märchen, Mythen und Marimba Erzählungen und Musik im Ruller Haus in Wallenhorst

Während Hermann Helming mit ganz unterschiedlichen Dingen die Marimba zum Klingen brachte, führte Erzähler Werner Deflorian (links) die Zuhörer in die Welt der Märchen, Mythen und Legenden. Foto: Silke BrickweddeWährend Hermann Helming mit ganz unterschiedlichen Dingen die Marimba zum Klingen brachte, führte Erzähler Werner Deflorian (links) die Zuhörer in die Welt der Märchen, Mythen und Legenden. Foto: Silke Brickwedde

Wallenhorst. Erzählen wollen viele. Nicht jeder besitzt die Gabe, dass man ihm auch gern dabei zuhört. Werner Deflorian ist ein guter Erzähler, Talent dazu hat er im Überfluss. Zusammen mit dem Musiker Hermann Helming ließ er 30 Zuhörer im Ruller Haus fremde Welten besuchen. Die beiden führten nach China, Vietnam und Japan. Märchen – Mythen – Marimba ist der Titel ihres Programms.

Seit 25 Jahren ergänzen sich die beiden schon. Wenn Hermann Helming die Marimba zum Klingen bringt, sieht das ganz leicht aus und braucht doch viel Übung. Die warmen Töne untermalen die Geschichten, als gehörten sie selbstverständlich dazu. Wer die Augen schließt, könnte meinen, er lausche einem Hörspiel. „Die Töne verschmelzen mit den Worten und ergänzen sich“, beschreibt es Werner Deflorian .

Bilder im Kopf

Mit angenehmer Stimme rezitiert Deflorian Gedichte, meist von Mascha Kaleko, oder erzählt eben Märchen, Mythen und Legenden. Er lädt seine Gäste ein, eine ganz eigene Bilderschau vor dem eigenen „Fernseher im Kopf“ zu erleben. An diesem Abend entstehen Bilder im Kopf aus Asien. Auf Reisfeldern, unheimlichen Bergen oder in einfachen Hütten und schönen Palästen. Die Geschichten handeln zwar auch vom Sterben, aber immer geht es um das Geschenk des Lebens. Weiterlesen: Hier lesen Sie die Ankündigung der Veranstaltung

Töne auf fünf Oktaven

Die Augen dabei zu schließen ist eine Möglichkeit, aber dann entgeht einem die Kunst von Hermann Helming an der Marimba. Sein eindrucksvolles Instrument aus Palisanderholz und golden gefärbten Aluminium bringt die schönsten Töne auf fünf Oktaven hervor. „Man meint, Schlagzeuger können immer nur laut“, erklärt er. „Ich möchte ihnen das Gegenteil beweisen“. Leise, das kann er. Aber laut auch. Und es müssen nicht immer Schlägel sein, die die Töne aus der Marimba holen. Helming streicht mit dem Geigenbogen und mit den Fingern, er legt metallene Becken auf das Holz oder erzeugt Wellen mit der Ocean-Drum, sodass man die Lachse in einem Märchen durch den Fluss schwimmen hört. Doch Helming untermalt nicht nur die Märchen und Mythen. Er erklärt liebevoll sein Instrument und spielt das ein oder andere Stück solo.

Gespenster vertreiben

Gegen Ende dürfen die Zuhörer auch mit allerlei Rasseln und Klappern Lärm machen – um so die Gespenster in einer Geschichte zu vertreiben. Was offensichtlich viel Spaß macht. Hermann Helming und Werner Deflorian nehmen die Zuhörer mit auf eine faszinierende Reise mit einem zauberhaften Programm.


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