Hollager Oktoberfest 2015 Kolping Hollage feiert Oktoberfest als vollen Erfolg

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Wallenhorst. Es war das zweite Hollager Oktoberfest in diesen Dimensionen: Jeweils 3000 Gäste feierten am Freitag und Samstag im Festzelt an der Hansastraße im Wallenhorster Gewerbegebiet – und zwar überwiegend friedlich. „Es war ein super, super tolles Konzept“, bilanziert Heiner Placke, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Hollage. Wer Jacke, Perso oder Handy vermisst, kann sich ans Wallenhorster Fundbüro wenden. Drei Säcke voll mit Jacken hat Placke am Montagmorgen dort hingebracht, sagt er.

Ob er jemals geglaubt hätte, dass das Hollager Oktoberfest mal zu einem der größten der Region werden würde? „Ganz bestimmt nicht“, sagt Placke und lacht. „Sonst hätten wir uns das noch einmal überlegt.“

Hier geht es zum Bericht und zu den Bildern vom Oktoberfest-Samstag .

Zeltaufteilung geändert

„Irgendwas um die 100 Hektoliter“ Bier seien geflossen, vor allem das neue Zeltkonzept sei sehr gut angekommen. Die Raumaufteilung wurde nach der Premiere mit dem 5000-Quadratmeter-Zelt im vergangenen Jahr jetzt den Bedürfnissen angepasst, sodass es ruhigere und lautere Abschnitte gab. „Man konnte sich mit Leuten verabreden und hat sich auch wiedergefunden“, sagt Placke und lacht. Für das mit den Jahren immer jünger gewordene Publikum gab es nicht nur Bier, sondern auch Cocktails zu trinken. Wichtig für Placke: Die alkoholfreien Getränke waren wieder günstiger als die alkoholhaltigen.

Weiterlesen: So war der Oktoberfest-Freitag.

Nicht jeder kannte seine Grenzen

Trotzdem haben es einige Gäste übertrieben mit dem Bierkonsum. „Wenn man so eine Veranstaltung macht, gibt es immer mal wieder ein paar Leute, die mit dem Alkohol nicht klarkommen und ein paar Rangeleien“, sagt Placke. Drei Vorfälle sind bislang der Polizei gemeldet worden. Einer 46-jährige Bramscherin wurde die Nase gebrochen – dank eines Facebook-Aufrufs wurde der mutmaßliche Täter kurz darauf gefasst. In einem zweiten Fall gab es eine Auseinandersetzung zwischen einem Gast und dem Sicherheitsdienst, sagte eine Polizei-Sprecherin auf Anfrage. Und dann gab es noch einen Platzverweis gegen einen Herrn, der sich im Zelt erleichtern wollte, die Polizei habe ihn in Gewahrsam genommen.

„Sicherheit steht an erster Stelle“

Die Sanitäter vor Ort des DRK, die in einem eigenen Zelt untergebracht waren, hätten neben Personen, die zu viel getrunken hatten, noch einige Schnittverletzungen durch zerbrochene Biergläser zu behandeln gehabt. Unterm Strich sei das Fest aber „sehr ruhig und sehr friedlich gewesen“. „Für mich steht die Sicherheit der Leute an allererster Stelle“, betont Heiner Placke. Er engagiere lieber zehn Sicherheitsleute mehr, als dass etwas passiere.

Diverse Fundstücke

Etwa zehn Personalausweise und Führerscheine, drei bis vier Portemonnaies und diverse Handys hätten Placke und sein Team beim Aufräumen gefunden – und die besagten drei Säcke voll Jacken. Nur eines verstehe er nicht: „Wegen der Handys hatte ich bestimmt 15 Anrufe, aber nach den Führerscheinen und Ausweisen wurde nicht nachgefragt!“ Das Wallenhorster Fundbüro, bei dem die Sachen nun liegen, ist erreichbar unter Tel. 05407/888-0.

Nach dem Fest ist vor dem Fest

Der organisatorische Aufwand für die Kolpingsfamilie ist immens. Ein 13-köpfiges Team ist damit fast das gesamte Jahr über befasst. Für die Toilettenanlagen hatte die Kolpingsfamilie im Vorfeld eigens eine Gully-Anlage bauen lassen – auf eigene Kosten für etwa 2000 Euro. Nach den ersten Erfahrungen mit dem fast 5000-Quadratmeter-Zelt im Vorjahr sei das Konzept nun rund und voll aufgegangen, so Placke. Sogar von Rollstuhlfahrern habe es Lob für die Behindertentoilette mit separatem Eingang gegeben. Placke, der nebenher noch voll berufstätig ist, gönnt sich jetzt ein paar Tage Ruhe – und dann gehen die Vorbereitungen für das Hollager Oktoberfest 2016 los. Anfang Januar müssten schon die Verträge stehen mit allen Beteiligten, sprich: Zeltbetreiber, Sicherheitsdienst, Band, Sanitäter, et cetera. Wird das Fest 2016 noch größer? Immerhin feiert die Hollager Kolpingsfamilie dann auch ihr 70-jähriges Bestehen. „Wir warten mal ab“, sagt Placke.


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