Zentrumssanierung Wallenhorst Große Straße Wallenhorst wird erst 2017 fertiggestellt

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Wallenhorst. Nicht länger warten will die CDU-Fraktion in Wallenhorst auf den weiteren Ausbau der Großen Straße. Muss sie aber. Auch wenn momentan alle Fraktionen für den Bau eines barrierefreien Wohnkomplexes auf dem Töwerland-Areal im Zentrum sind – das gemeindeeigene Grundstück ist noch nicht verkauft, das Geld also noch nicht in den Sanierungstopf geflossen. Deshalb soll die Große Straße erst 2017 erneuert werden.

Die Mehrheitskooperation aus SPD, Grünen und Wählergemeinschaft (WWG) sowie die CDW-Fraktion („Christlich, Demokratisch für Wallenhorst“) stimmten daher dafür, mit der Straßensanierung zwischen dem Kreisel Niedersachsenstraße und dem Portakreisel noch zu warten, und zwar bis 2017. Damit folgten die Fraktionen dem Vorschlag der Gemeindeverwaltung, nicht in Vorkasse zu treten. Sobald der Töwerland-Verkauf erfolgt ist, soll ein konkreter Zeitplan vorgelegt werden.

CDU gegen Verzögerung

„Wir sehen überhaupt keinen Grund dafür, die Große Straße weiter aufzuschieben“, protestierte CDU-Ratsherr Dennis Schratz. Seine Fraktion sei überzeugt von dem Konzept der Investorengruppe um den Wallenhorster Architekten Markus Wiekowski für das Töwerland-Areal, dem der Ausschuss für nachhaltige Gemeindeentwicklung wenige Minuten zuvor geschlossen zugestimmt hatte. „Wir sind davon überzeugt, dass das Geld pünktlich kommt“, so Schratz. Hubert Pohlmann (SPD-Fraktion) bremste die Euphorie: Es stehe bislang weder ein Termin für den Verkauf fest noch gebe es einen Vertragsentwurf. „Ich kann noch nicht sehen, dass 2016 Geld fließt.“ Marlene Posnin (CDW) ergänzte: „Wir waren bei Töwerland schon einmal an einer Stelle, wo wir dachten, es könnte losgehen.“ Im Mai 2014 stieg der Rat dann aber aus dem Projekt mit dem Bohmter Unternehmen P+S aus, das die Fläche plötzlich nicht direkt, sondern über eine noch nicht gegründete Genossenschaft kaufen wollte. Posnin halte es für „vernünftig und logisch“, dem Vorschlag der Verwaltung zu folgen.

Vorgeschichte

Eigentlich sollte der letzte noch unsanierte Straßenabschnitt schon Anfang 2015 angepackt werden, doch dann blieben die erwarteten Fördermittel für die Zentrumssanierung aus und wurden erst im Mai diesen Jahres bewilligt. Zur Erinnerung: Bund, Land und Gemeinde tragen je ein Drittel der Kosten für die Projekte im 7,71 Millionen Euro umfassenden Sanierungsprogramm. Zusammen mit Einnahmen aus dem Verkauf des Töwerland-Grundstückes an der Ecke Große Straße/Franksmannstraße werden sogar rund neun Millionen Euro erreicht. Rund 7,8 Millionen sind laut Verwaltung bereits weg, 1,6 Millionen Euro noch belegbar. Der Abschnitt Große Straße-Nord würde 1,2 Millionen Euro kosten.

Platanen werden gefällt

Schon vor der Straßensanierung allerdings sollen für 7000 Euro die Platanen weichen, die an der Straße stehen und deren Wurzeln das Pflaster im Geh- und Radweg hochdrücken. „Ich sehe keine andere Möglichkeit, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten“, sagte Wallenhorsts Bauamtsleiterin Claudia Broxtermann. Alfons Börger (Grüne) fand das gar nicht gut. „Diese Bäume sind gesund“, betonte er. „Ich verstehe nicht, dass wir in Wallenhorst immer die Säge ansetzen.“ Da müsse es eine andere Lösung geben. Broxtermann entgegnete trocken: „Ich würde vorschlagen, dass Sie uns dann zeigen, wie das geht.“


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