Einem alten Menschen Zeit schenken Auf die Freunde des Hollager Altenpflegeheims ist Verlass

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Die Bewohner, die Leitung und die Mitarbeiter des Altenheims St. Raphael freuen sich über den neuen Strandkorb, den der Förderverein angeschafft hat. Die Mitglieder um Ellen Hornhues (rechts) und Elisabeth Stallkamp (Vierte von rechts) kümmern sich in ihrer Freizeit um die Bewohner. Foto: Silke BrickweddeDie Bewohner, die Leitung und die Mitarbeiter des Altenheims St. Raphael freuen sich über den neuen Strandkorb, den der Förderverein angeschafft hat. Die Mitglieder um Ellen Hornhues (rechts) und Elisabeth Stallkamp (Vierte von rechts) kümmern sich in ihrer Freizeit um die Bewohner. Foto: Silke Brickwedde

Wallenhorst. Ein Strandkorb ist nicht genug. Die „Freunde und Förderer des Altenpflegeheims St. Raphael“ hat der Einrichtung in Hollage einen zweiten Strandkorb für den Platz vor dem Eingang spendiert – jedes Jahr gibt es ein Geschenk für das Haus. Doch der Verein tut noch viel mehr. Jedes Mitglied verschenkt seine Zeit an die Bewohner.

Wenn der Förderverein einen Ausflug organisiert, ist was los an der Bergstraße. Autos fahren vor, Rollstühle werden in Kofferräume gewuchtet, Arme schieben sich ineinander, damit die Senioren, die nicht mehr trittsicher sind, nicht noch auf den wenigen Metern zum Auto stürzen. Zuletzt ging es zum Beispiel in die Gärtnerei Haucap, wo selbstverständlich Kaffee und Kuchen serviert wurden und die Teilnehmer ein kleines Alpenveilchen als Mitbringsel geschenkt bekamen.

„Wir organisieren einmal im Monat einen Ausflug“, berichtet Ellen Hornhues, sie ist die Vorsitzende des Fördervereins. Elisabeth Stallkamp, ihre Stellvertreterin ergänzt: „Wir möchten, dass die Bewohner einen schönen Tag haben, eine Abwechslung im Alltag.“ Diese Ausflüge werden von den Mitgliedern ehrenamtlich begleitet und vom Förderverein finanziell unterstützt.

Allerdings sind weder die Ausflüge noch das große Geschenk das Wichtigste. „Unsere 19 Mitglieder betreuen alle jeweils einen Bewohner, da gibt der Vereine keine festen Zeiten vor. Diese Pärchen regeln untereinander, wann sie sich treffen“, erläutert Ellen Hornhues. „Was sie machen, entscheiden sie individuell. Zum Beispiel gemeinsam Kaffee trinken, spazieren oder sich einfach nur unterhalten.“ Gern übernehmen die Paten auch kleine Erledigungen. „Die Möglichkeiten sind vielfältig. Der eine braucht vielleicht eine neue Batterie für die Uhr, der nächste hat Appetit auf Schokolade und unser Mitglied läuft dann schnell zum Supermarkt.“

Der Großteil der Mitglieder ist weiblich und meist schon in Rente. „Wir freuen uns immer über neue Leute, Männer sind sehr willkommen, denn die haben mehr Kraft, um zum Beispiel die Senioren zu stützen“, erklärt Elisabeth Stallkamp. „Der große Vorteil unseres Vereins ist, dass jeder sich seine Zeit selbst einteilen kann.“ Von den Ausflügen abgesehen und von Organisationstreffen gibt es keine festen Termine, an denen alle teilnehmen müssen.

In den vergangenen Jahren hat der Förderverein einige Dinge für das Altenheim angeschafft. Bequeme Stühle für den Garten zum Beispiel oder eben aktuell den neuen Strandkorb. Es gibt schon einen, aber der ist immer besetzt, weil er gern genutzt wird, sobald die Sonne vor das Haus scheint. Eine gute Hilfe ist der Rollstuhl mit der Schiebehilfe. Den weiß jeder zu schätzen, der je einen Bewohner die Bergstraße heraufgeschoben hat. Die Schiebehilfe wirkt wie der Antrieb bei einem E-Bike.

Wer auch einem Bewohner seine Zeit schenken möchte oder sich anderweitig im Förderverein engagieren möchte, kann sich mit Ellen Hornhues in Verbindung setzen unter der Telefonnummer 05407/2187.


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