Blau-Weiss betreut 50 Kinder Sommerferien im Kampfanzug beim Judo-Camp in Hollage


jfr/sdo  Wallenhorst. Ins Schwitzen kommen die 50 jungen Judokas in Hollage nicht nur wegen des heißen Wetters. Auf dem nun schon 16. Judo-Camp bietet der Verein Blau-Weiß Hollage seinem Nachwuchs mit sportlichen Aktivitäten, Spielen und allerhand Programm jenseits des Trainingsalltags eine abwechslungsreiche dritte Ferienwoche.

Bei der Judo-Safari am Mittwoch zum Beispiel konnten die Abzeichen „gelbes Känguru“, „oranger Fuchs“, oder für die Profis der „schwarze Panther“ erworben werden. Die zehnjährige Carina Siltmann hat bereits drei der begehrten Aufnäher für den Judoanzug gesammelt. „Ich bin auch schon seit fünf Jahren dabei“, gibt sie zu.

Zusatzangebot für junge Judoka seit 2000

Das Judo-Camp gibt es noch länger. Die Idee dazu hatte damals Petra Riehemann, erzählt Jugendsportwart TimTrappe. Damals trainierte sie ihn, jetzt trainiert er zusammen mit seinen Vereinskollegen die Kinder und Jugendlichen. Das erste Judo-Camp sei vor 15 Jahren nicht etwa veranstaltet worden, um für Nachwuchs zu werben, sagt er, sondern um den Kindern eine Alternative zu Zeltlagern und anderen klassischen Sommerferienaktionen zu geben. Mit etwa 30 Kindern fing es an, zu Spitzenzeiten waren es auch schon einmal 65. Sie alle trainieren auch im Verein.

Große Jugendabteilung

Mehr als 110 Mädchen und Jungen seien in der Judo-Abteilung von Blau-Weiß Hollage derzeit aktiv, sagt Trappe, rund zwölf Betreuer bringen ihnen den Sport nahe. Unter anderem, weil die Abteilung aus allen Nähten platzt, wird Blau-Weiß Hollage demnächst eine neue Trainingshalle bekommen – der Wallenhorster Rat erteilte dafür vor der Sommerpause grünes Licht. Dass die Abteilung so erfolgreich ist, hängt auch mit den vielen Ferienaktionen zusammen, die maßgeblich Kathrin Hörnschemeyer organisiert. Ein Grund für die Kinder, in den Verein einzutreten? „Ich glaube, es ist eher ein Grund zu bleiben“, meint Trappe. Hallenübernachtungen in den Osterferien, Radtouren mit den Größeren, Vereinsmeisterschaften in den Herbstferien – die Ehrenamtlichen stellen viel auf die Beine.

Eltern für den Sport begeistern

Ein Highlight für viele Kinder beim Sommercamp ist das gemeinsame Eltern-Kind-Judo. „Viele Eltern haben erst durch ihre Kinder mit dem Sport angefangen“, erzählt Kathrin Hörnschemeyer, Jugendwartin im Abteilungsvorstand: „Und die Kinder freuen sich natürlich, wenn sie ihre Eltern mal auf die Matte legen dürfen!“ Weitere Höhepunkte sind eine Nachtwanderung mit anschließender Übernachtung in der Halle, sowie das Sommerfest der Judo-Abteilung, bei dem die Teilnehmer des Camps in einer Vorführung ihren Familien und anderen Vereinsmitgliedern präsentieren können, was sie die Woche über gelernt haben.

Altersunterschiede als Bereicherung

Die Gruppe des diesjährigen Judo-Camps setzt sich aus erfahreneren Kämpfern und Kämpferinnen zusammen, wie auch aus Judo-Neulingen zwischen fünf und 15 Jahren. „Die Großen helfen den Kleinen und sind eine gute Unterstützung der Trainer“, sagt Tim Trappe. Judo sei auch ein Erziehungssystem, man bringe dem Partner Respekt und Höflichkeit entgegen. „Es ist die einzige Kampfsportart, die darauf zielt, den Gegner zu besiegen, ohne ihn zu verletzen.“ Und: „Jeder kann das machen, egal ob dick oder dünn, schwer oder leicht, klein oder groß. Jeder kann seine Erfolge haben.“

Professioneller Gasttrainer

Auch ließ sich ein namhafter Gasttrainer für das Camp gewinnen: „Als Coach haben wir in diesem Jahr Sebastian Frey aus Oldenburg hier, der Vizeweltmeister im Kata-Judo ist“, erklärt Trappe. Für die Kinder sei das natürlich eine tolle Motivation. Im nächsten Jahr soll es wieder ein Judo-Camp in Hollage geben, Interessenten können sich über die Vereinsadresse  anmelden.