Ehrenamt in Wallenhorst Eltern organisieren Basar für Kindersachen

Von Jessica von den Benken

Ehrenamt: Beate Kotzek (links) und Isabell Töpker (mit ihrer jüngsten Tochter auf dem Arm) organisieren den Wallenhorster Kinder-Basar in ihrer Freizeit. Foto: Jessica von den BenkenEhrenamt: Beate Kotzek (links) und Isabell Töpker (mit ihrer jüngsten Tochter auf dem Arm) organisieren den Wallenhorster Kinder-Basar in ihrer Freizeit. Foto: Jessica von den Benken

Wallenhorst. Welche Eltern kennen das nicht? Zu klein gewordene Kinderkleidung stapelt sich im Keller oder auf dem Dachboden. Sie ist zu schade zum wegschmeißen, manche Teile sind kaum getragen. Beate Kotzek und Isabell Töpker haben für dieses Problem eine Lösung.

Denn wer keine Lust hat sich mit seinen alten Kindersachen auf den Flohmärkte zu stellen, um sie zu verkaufen, der kann Kinderkleidung oder Spielzeug auf dem Basar des St.-Raphael-Kindergartens in Wallenhorst ganz ohne eigenen Einsatz anbieten.

Orgateam kümmert sich

Die beiden engagierten Mütter organisieren seit 2012 ehrenamtlich zweimal im Jahr den Basar, der klar strukturiert ist. „Bei uns kann man einfach seine Sachen abgeben und wir kümmern uns um den Rest“, erklärt Kotzek. Jeder Verkäufer erhält im Vorfeld eine Nummer, mit der er seine Anziehsachen und seine Spielzeuge kennzeichnen muss. Um alles andere kümmern sich Kotzek und Töpker – natürlich mit der Unterstützung einiger anderer Eltern. „Sonst wäre das für uns gar nicht zu schaffen“, meint Töpker.

Im Frühjahr und Herbst

Der Basar findet im Frühjahr und im Herbst in der Aula der Wallenhorster Realschule statt. Dort baut am Tag zuvor das Basar-Team nach einem speziellen System Tische auf, auf denen die Anziehsachen und Spielzeuge nach Größen und Themen geordnet am Verkaufstag angeboten werden. „Die Verkäufer bringen uns ihre Sachen einen Tag vor dem Basar und wir sortieren alles richtig zusammen“, erklärt Kotzek.

Engagieren sich gemeinsam

Eher durch Zufall kamen die beiden Mütter an ihr Ehrenamt. „Wir sind so nach und nach mit in das Organisationsteam gerutscht“, erinnern sie sich und meinen: „Uns war dabei aber immer klar, dass wir den Basar gemeinsam veranstalten wollen.“

Der nächste Basar findet am 10. Oktober statt. Bereits jetzt kümmern sich die Beiden um Genehmigungen, die bei der Gemeinde eingeholt werden müssen, drucken Infozettel, schalten Anzeigen oder in der Zeitschrift „Klecks“. „90 Nummern vergeben wir an unsere Verkäufer, die dann jeweils 100 Teile zum Basar geben können“, so Töpker. Im ersten Schritt gehen die Nummern an Kindergarteneltern des St. Raphael Kindergartens raus. „Zwei Wochen vor dem Basar geben wir die restlichen Nummern auch an andere Eltern“, fügt Kotzek hinzu.

Gutes Team

Am Vorbereitungstag und während des Verkaufs stehen den beiden rund 25 Helfer und Helferinnen zur Seite. „Wir sind ein echt gutes Team. Uns liegt der Basar am Herzen und es macht Freude, mit so vielen engagierten Eltern zusammen zu arbeiten“, betonen beide Frauen.

Und nicht zuletzt gewinne der Kindergarten selbst auch durch die Aktion. 20 Prozent der Umsätze erhält das Basarteam als Spende für den Kindergarten. „Da kommt wirklich was zusammen“, freuen sich die Organisatorinnen. Und für die Verkäufer lohne es sich trotzdem, und das ohne großen Aufwand. Eine Autospielgarage aus Holz, Spielhäuser für das Außengelände des Kindergartens oder ein Zuschuss zum großen Sonnensegel konnte das Basarteam so bereits für die Kindergartenkinder anschaffen.