Großer Spaß für alle Wallenhorsts erster barrierefreier Spielplatz eröffnet

Von Frank Muscheid

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Auf die Schaukel, fertig, los: Otto Steinkamp (links), Karina Meemann und Claudia Broermann (rechts) feiern mit den Kindern. Foto: Frank MuscheidAuf die Schaukel, fertig, los: Otto Steinkamp (links), Karina Meemann und Claudia Broermann (rechts) feiern mit den Kindern. Foto: Frank Muscheid

Wallenhorst. „Heute ist der entscheidende Tag, an dem wir den Spielplatz übergeben und hier gespielt werden kann“, eröffnete Bürgermeister Otto Steinkamp die ganz entspannte Eröffnung im Neubaugebiet „Wellmanns Hügel“: „Ich freue mich“. Erst würden die Häuser gebaut – gut 50 sind es dort seit 2014 – dann die Straßen, und nach dieser für die Eltern stressigen Zeit entstehe der Spielplatz.

Der Spielplatz war als ein ganz besonderer geplant: Wallenhorsts erster barrierefreier mit inklusiven Möglichkeiten – ein großer Spaß für alle. „Ein Stück Disneyland ist nach Wallenhorst gekommen“, zitierte Steinkamp Mario Schulte vom Spielgeräte-Zulieferer.

Die Planungen mit dem auf Spielgeräte und Möbel für Spielplätze und Kindergärten spezialisierten Würzburger Familienbetrieb Eibe begann noch Bärbel Sundermann vom Fachbereich Planen, Bauen und Umwelt im Sommer 2014, bevor sie in Rente ging. Anfang des Jahres übernahm Claudia Broermann. Beide feierten mit. Seit Anfang Juni arbeiteten Landschafts- und Gartenbauer, schließlich kamen die Geräte, im Herbst wird noch bepflanzt. „Das war eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde“, sagte Eibe-Mitarbeiter Mario Schulte. Er habe sich gefreut, einen Spielplatz so nahe an seinem Wohnort Löningen aufzubauen. „Findet ihr den schön?“ fragte er die Kinder und verteilte erst mal Schaufeln.

Vorgabe sei gewesen, so Claudia Broermann, „inklusive und barrierefreie Möglichkeiten zu schaffen“: Der Hauptgehweg reicht bis in den Sitzbereich, im Spielbereich sind Fallschutzmatten ausgelegt, so dass Rollstuhlfahrer auch zu der Nestschaukel, der normalen und der Kleinkinderschaukel gelangen. Für Menschen mit Sehbehinderung gibt es farblich klare Abgrenzungen mit Pflaster, Rasen und den roten Matten. An alle Kinder-Altersgruppen wurde gedacht: Das Klettergerüst mit Rutsche hat einen Flaschenzug und Bagger für kleine Sand-Buddler, es gibt eine Mini-Variante für Ein- bis Dreijährige und eine Federwippe. Ein Stufenbarren und ein in den Boden eingelassenes Trampolin laden zum Turnen ein. Und in der Mitte Sitzbänke und Tische zum Picknick. Perspektivisch werden weitere 50 Familien den Spielplatz nutzen – wenn nebenan das Baugebiet Witthügel entsteht, sagte Broermann.

Karina Meemann, die Ansprechpartnerin vonseiten der Familien im Baugebiet war, sagte: „Die Kommunikation mit der Gemeinde hat super geklappt.“ Auf den neuen Spielplatz freute sie sich mit ihrer dreijährigen Tochter Lara: „Jetzt ist hier alles fertig. Danach kann man wirklich das Bauen abschließen und das Wohnen genießen.“


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