Verkehrsberuhigung in Hollage-West Dörnter Weg in Wallenhorst erhält Fahrbahnschwellen

Von Sandra Dorn


Wallenhorst. Wieder einmal hat der Wallenhorster Rat über den Einbau von Fahrbahnschwellen gesprochen – und wieder werden sie gebaut, gegen den Widerstand von CDU und Linke-Vertreter Michael Riemann. Dieses Mal soll damit auf dem Dörnter Weg im Neubaugebiet „Hollage-West der Verkehr beruhigt werden. Die Pflaster- und Asphaltarbeiten starten am Dienstag, 11. August. Bis Freitag, 4. September, wird die Straße zwischen Maschwerg und Hermannstraße voll gesperrt.

Laut Gemeindeverwaltung wäre für die Bodenschwellen gar kein Ratsbeschluss nötig gewesen, da es sich um ein Neubaugebiet handelt – die CDU hatte aber darauf bestanden. Schon Anfang des Jahres hatte es eine Diskussion über die Straßenhindernisse gegeben. Laut CDU sind die Bodenschwellen nicht mehr zeitgemäß, laut dem Mehrheitstrio aus SPD, Grünen und Wählergemeinschaft (WWG) hatten sich die Anwohner der Wessels Straße in Lechtingen explizit gewünscht. Sowohl Bürgermeister Otto Steinkamp als auch die CDW-Fraktion („Christlich, Demokratisch für Wallenhorst“) waren gegen die Schwellen, wurden aber überstimmt. (Weiterlesen: Wallenhorster Mehrheitstrio setzt Bodenschwellen durch) Wann sie verbaut werden, steht noch nicht fest, es werden aber weniger als ursprünglich geplant.

Dörnter Weg

Johannes Otte (CDU) kritisierte jetzt, dass keine Geschwindigkeitsmessungen am Dörnter Weg durchgeführt worden seien. Und zu den Fahrbahnschwellen sagte er: „Ich habe mir eine intelligentere Lösung vorgestellt.“ Michael Riemann (Linke) kritisierte: „Das ist eine rückwärts gewandte Politik. Überall werden Schwellen abgebaut, hier werden welche gebaut.“

Kein Radweg an der Moorbachstraße

Auch in einem zweiten Punkt konnte sich die CDU-Fraktion nicht durchsetzen. Die Christdemokraten hatten gefordert, an der Moorbachstraße zwischen Lechtingen und Pye einen Radweg zu bauen, die Verwaltung hatte sich dagegen ausgesprochen, schließlich gebe es parallel dazu die Möglichkeit, auf der Bertha-von-Suttner-Straße zu radeln und die Moorbachstraße müsse in einigen Jahren ohnehin saniert werden – da mache ein Radweg zum jetzigen Zeitpunkt keinen Sinn. Darüber hinaus habe die Stadt zurzeit nicht vor, einen interkommunalen Radweg anzupacken. Alle übrigen Fraktionen im Rat sahen das ein, Riemann (Linke) enthielt sich. Manfred Gretzmann (CDW) erinnerte zudem an den Verkehrsentwicklungsplan (hier geht’s zum 72-seitigen Dokument) der Gemeinde. Darin empfohlen ist eine Verlegung der Moorbachstraße zwischen Boerskamp und Osnabrücker Straße. „Dann wäre die Moorbachstraße entlastet“, sagt Gretzmann. Solch eine „ganzheitliche Lösung“ wolle seine Fraktion erst noch abwarten.

Radschnellweg?

Gregor Müssen (CDU) wiederum erinnerte an eine Studie der Stadt Osnabrück zum Thema Radschnellwege. In Erwägung gezogen wird dort der Bau eines Radschnellwegs nach Belm – in der Machbarkeitsstudie aber stand die Wegebeziehung nach Wallenhorst direkt hinter Belm auf Platz zwei und bei der Auflistung geeigneter Korridore sogar auf Platz eins, und zwar von Osnabrück über Wallenhorst bis Bramsche. „Das ist eine einmalige Chance“, meinte Clemens Lammerskitten (CDU). „Irgendwann wird unser Antrag von diesem Rat genehmigt werden.“