Spanndendes Projekt in Wallenhorst Kapelle von Haus Maria Frieden soll umgestaltet werden

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Wallenhorst. Ein spanender Prozess verbirgt sich hinter dem Jugendpastoralen Projekt „Kapelle aufmöbeln“: Gemeinsam mit dem Architekturbüro „Baupiloten BDA“ gestaltet das Haus Maria Frieden (HMF) in Rulle seine Kapelle um. Allerdings sind nicht nur Entscheidungsträger des HMF und des Bistums in die Neugestaltung mit eingebunden, sondern auch viele Teamer und Jugendliche.

Die fast 100 Quadratmeter große Kapelle des Hauses Maria Frieden (HMF) wurde 1974 eingerichtet, befindet sich unter einem Spitzdach, ist komplett mit einer recht dunklen Holzverkleidung ausgestattet und hat eine renovierungsbedürftige Technik. Die Kapelle wird unter anderem für Gottesdienste oder Impulsrunden genutzt. „Wir wollen eine einladende Kirche sein“, beschreibt Lydia Egelkamp, Leiterin des Hauses Maria Frieden, das Ziel der Neugestaltung.

Ideen und Vorschläge einbringen

Das besondere bei diesem Umbauprojekt ist, dass sowohl hauptamtliche Mitarbeiter als auch Teamer, Jugendgruppen und Gäste des Hauses Maria Frieden ihre Ideen und Vorschläge für die Neugestaltung der Kapelle einbringen konnten.

Insgesamt beteiligen sich fast 1000 junge Menschen am Partizipationsprozess im Vorfeld der Entwurfsarbeit. Sie füllten beispielsweise „Wunschkarten“ aus und antworteten auf die Fragen, wie ein „cooler Ort“ aussieht oder, wo sie sich gerne mit Freunden treffen würden. Anschließen gab es drei Workshops, bei denen die Teilnehmer den Charakter ihrer Wunschkapelle herausarbeiteten konnten. Sie beschrieben diesen mit Begriffen wie Weite oder Himmel, Ruhe und Stille oder auch warm und bequem sowie modern und kreativ.

Dann setzten die Workshopteilnehmer atmosphärische Bilder zu Collagen zusammen, um ihre Wunschkapelle zu beschreiben.

Wünsche in Planspiel zusammengefasst

Danach wurde es langsam konkreter: Mitgründerin der Baupiloten Susanne Hofmann und Projektleiter Max Graap fassten die gesammelten Wünsche in einem Planspiel zusammen. Auf der Basis des Grundrisses konnten nun verschiedene Gruppen den vorhandenen Raum in unterschiedliche Zonen und Nutzungsbereiche einteilen.

Anschließend analysierten die Baupiloten die Vorschläge und fassten sie in einer Raumzonierung zusammen: Das Ergebnis war eine offene Gemeinschaftswiese mit kleineren Rückzugsorten wie der Erzählhöhle, der kreativen Lauscherlounge oder der stillen Besinnungsnische. Besonders auffällig: Den Altar wünschten sich viele Planspieler mobil und das Tabernakel in Eingangsnähe.

Konkreter Entwurf wird ausgearbeitet

Im nächsten Schritt wird ein konkreter Entwurf ausgearbeitet. Daran wird sich neben den Baupiloten auch eine „Baufamilie“ bestehend aus Haupt- und Ehrenamtlichen beteiligen. Eine zweite Gruppe versucht, parallel dazu die Erfahrungen und Ergebnisses des Kapellen-Projektes so aufzubereiten, dass möglichst viele Gemeinden und Institutionen im Bistum davon profitieren. Sie können die Workshop-Ergebnisse nutzten oder selbst ähnliche Prozesse starten.


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