Geschichten aus Wallenhorst-Rulle Ruller Haus präsentiert Theaterfestival „Couchzone“

Alle helfen mit: Sportvereine, Feuerwehr, der Johanneschor und Ballettmädchen. Foto: Michael GründelAlle helfen mit: Sportvereine, Feuerwehr, der Johanneschor und Ballettmädchen. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Geschichte und Geschichten aus Wallenhorst-Rulle werden im Rahmen eines Kunst- und Theaterfestivals rund um das Ruller Haus zum Leben erweckt. „Couchzone“ lautet der Titel des Projekts, an dem vom 17. bis 19. Juli 80 Akteure beteiligt sind.

„Mann, wie schön ist die Welt!“ In Anlehnung an das weltberühmte Lied von Louis Armstrong singen Musiker das Lied „What A Wonderful Rulle“. Man spürt: Zumindest ein Teil der „Couchzone“-Inszenierung soll wohl zum Loblied auf das Dörfchen werden, das im Schatten der Stadt Osnabrück sein beschauliches Dasein fristet.

Doch halt: Dort gibt es das Ruller Haus , dessen Team Jahr für Jahr ein kulturelles Programm schneidert, das alles andere als beschaulich ist. Konzerte, Kunstperformances und Ausstellungen gehören dazu, aber auch aufwendige Produktionen wie „Couchzone“, ein Kunst- und Theaterfestival, das am Wochenende die ganze Gemeinde aufmischen wird. Um die Geschichten aus Rulle, die Regisseurin Katrin Orth vom Musiktheater Lupe in monatelanger Arbeit recherchiert hat, auf die unterschiedlichen Bühnen zu bekommen, setzt sie auf Hilfe aus dem Ort.

„Ich habe mich mit den Leuten unterhalten, die mir vom Dorfleben, von starken Frauen und lokalen Berühmtheiten erzählt haben“, sagt Orth. Daraus entstanden Szenen, deren Mittelpunkt immer eine Couch sein wird.

Viel Unterstützung

Als sie in Rulle herumfragte, wer sich denn an dem Festival aktiv beteiligen wolle, bekam sie ein überwältigendes Echo: Von den Sportvereinen über die Feuerwehr, vom Johanneschor bis hin zu den Ballettmädchen wollten alle mitmachen. Sogar das Blasorchester Georgsmarienhütte wollte mit im Boot sein und wurde in eine Szene integriert.

Professionelle Unterstützung bekommt Orth von den Schauspielern Tine Schoch und Konrad Haller, für die musikalische Realisierung wurden Katharina Schutza, Ralf Siebenand und Willem Schulz engagiert. Als Sponsoren konnten die Felicitas und Werner Egerland Stiftung und der Landschaftsverband Osnabrücker Land gewonnen werden. „Das ist ein hervorragendes partizipatorisches Projekt, das hier vor Ort entstanden ist und den Zuschauern den Ort Rulle auf ganz besondere Art nahebringt“, erklärt Dr. Susanne Tauss, Geschäftsführerin des Landschaftsverbands.

„Wir werden sechs Hallen, Höfe und Räume rund um das Ruller Haus bespielen“, beschreibt Elisabeth Lumme, die künstlerische Leiterin, das Konzept. Die Zuschauer werden in sechs Gruppen aufgeteilt und von Guides zu den jeweiligen Spielorten geführt. Die Szenen, die man dort zu sehen bekommt, sind stilistisch sehr vielfältig. Bildende Kunst, Theater, Musik und Tanz werden aufgeboten, um Rulles geistliche und weltliche Historie heiter, skurril oder poetisch in Szene zu setzen.


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