Mit Schwung und mit leisen Tönen Chor Cantarem aus Wallenhorst wird zehn Jahre alt

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Wallenhorst. Den Hollager Chor „Cantarem“ gibt es jetzt seit zehn Jahren. Die 45 Mitglieder feiern den Geburtstag am kommenden Sonntag, 19. Juli, ab 18 Uhr mit einem Konzert in der St.-Josefs-Kirche in Hollage. Chorleiterin Maria Hartelt erinnert sich an die Anfänge und verrät die Lieblingslieder ihrer Sängerinnen und Sänger.

Wie sind Sie darauf gekommen, gerade in Hollage einen gemischten Chor zu gründen?

Ich wohne mit meiner Familie in Hollage. Vom Bistum aus sollen wir nicht nur ausbilden, sondern auch Basisarbeit leisten. Als die Anfrage aus der Gemeinde kam, habe ich gern zugesagt. Bis 2005 gab es in Hollage ausschließlich den Männergesangverein und den Kinderchor, die Gottesdienste mitgestalten. Für Frauen und junge Leute gab es nichts. Ich finde aber, das Angebot sollte bunt sein, alle sollen singen können

Bei Cantarem singen doch auch Männer mit.

Ja, aber nicht nur. Anfangs waren wir zehn Frauen, angedacht war eine Schola, die Gottesdienste mitgestaltet. Nach einiger Zeit kam aber der Wunsch auf, nicht nur Sopran- und Altstimmen zu haben, sondern auch Bass und Tenor. Also brachten ein paar Frauen ihre Männer mit. Mittlerweile sind wir zwölf Männer und 33 Frauen und können jetzt vierstimmig singen.

Wie ist der Altersschnitt?

Von 15 Jahren bis Anfang 60, die meisten sind zwischen 25 und 50 Jahren. Ein Ziel ist es, die Jugendlichen zu übernehmen, die den Kinderchören entwachsen sind. Wir hatten auch schon 13-Jährige, die dann mitgewachsen sind. Und die 18- bis 20-Jährigen kommen zu den Konzerten und den kirchlichen Festen wieder, wenn sie nicht mehr in Hollage wohnen. Ich muss allerdings auch sagen, dass wir für unsere Mitglieder eher Silberhochzeiten mitgestalten und weniger weiße

Wann ist der Chor so groß geworden?

2008 ging es richtig los. Da hatten wir beim Katholikentag in Osnabrück einen Auftritt mit anderen Chören und beim Eröffnungsgottesdienst waren wir auch beteiligt. Wir wollten von Anfang an nicht immer nur allein singen, sondern auch mit anderen zusammen. Der Katholikentag war ein tolles Erlebnis und hat uns viel gebracht. Danach waren wir beim Pfarrfest dabei, bei der Firmung und bei der Osternacht. Immer mit entsprechendem Liedgut und manchmal begleitet von Instrumenten wie Klarinette oder Saxophon. Wir singen auch heute noch gern mit anderen Chören zusammen, zum Beispiel aus Rulle oder Wallenhorst.

Wonach suchen Sie die Lieder aus?

Unser Schwerpunkt sind neue geistliche Lieder. Den Sängern sind gute Texte wichtig, die in gute Musik verpackt werden. Wir singen gern mit Schwung, aber es gibt bei uns auch die leiseren Töne. Bei unserem Konzert zum Geburtstag singen wir die Lieblingslieder der vergangenen zehn Jahre. Mit dabei sind „Komm, lass uns glauben“, ein fetziges Stück im Big-Band-Sound und das ruhige „Hallelujah“ von Leonard Cohen.

Cantarem ist ein Erfolgsmodell, wie erklären Sie es sich, dass der Chor in zehn Jahren solchen Zulauf bekommen hat?

Singen tut einfach gut. Man geht müde zu einer Chorprobe und geht am Ende beschwingt wieder heraus. Nach einem gelungenen Gottesdienst schwebt man sogar wie auf einer Wolke, so empfinde ich es manchmal, denn ein Gottesdienst mit guter Musik hat eine emotionale Kraft.

Gibt es ein Vereinsleben neben dem Singen?

Wir haben einmal ein Chorwochenende in Thuine verbracht. Das war so toll, dass wir dieses Jahr vor Ostern gemeinsam nach Schottland gefahren sind und in der Woche nicht nur gesungen, sondern auch viel besichtigt haben. Das hat die Chormitglieder sehr zusammengebracht.

Wie viel Zeit müssen die Sänger für den Chor einplanen?

Das ist überschaubar. Wir proben alle 14 Tage jeweils eineinhalb Stunden im Philipp-Neri-Haus. Dazu kommen die Auftritte in den Gottesdiensten oder zu anderen Anlässen.


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