Nach Debatte ums Ruller Haus Bei Wallenhorster Kulturförderung bleibt alles beim Alten

Das Ruller Haus kommt in den Genuss der meisten Fördermittel im Kulturbereich in Wallenhorst. 2014 waren es 23500 Euro. Foto: DornDas Ruller Haus kommt in den Genuss der meisten Fördermittel im Kulturbereich in Wallenhorst. 2014 waren es 23500 Euro. Foto: Dorn

Wallenhorst. Nach der heftigen Diskussion um einen Zuschuss für den Kulturverein Ruller Haus vor einigen Wochen wollten die Wallenhorster Ratspolitiker eigentlich ihre Richtlinien für die Kulturförderung überarbeiten. Jetzt bleibt fast alles beim Alten – nur der maximale Zuschussbetrag wird, wie von der CDU-Fraktion beantragt, erhöht, und zwar von 400 auf 460 Euro wegen der gestiegenen Lebenshaltungskosten.

In ihrem Antrag hatten die Christdemokraten auch eine Ausnahmeregelung vorgeschlagen. „Es muss in unserer Gemeinde wieder möglich sein, auch größere Projekte stärker zu fördern, wenn dies dem Wohle und/oder Ansehen unserer Gemeinde nützt“, argumentierte die CDU-Fraktion. Im März hatte eine Mehrheit aus SPD, Grünen, Wählergemeinschaft (WWG) und Christlich, Demokratisch für Wallenhorst (CDW) einen Antrag des Ruller Hauses auf 6500 Euro für das Projekt „Couchzone – Ruller Wohnzimmergeschichten“ abgelehnt . Alle Vereine müssten gleich behandelt werden, argumentierten sie. Trotz der Absage hat der Kulturverein die Möglichkeit, über die Kulturcard bis zu 2300 Euro von der Gemeinde erstattet zu bekommen. Mittlerweile haben die Kulturschaffenden andere Fördertöpfe angezapft und das Theaterfestival kommt im Juli zustande.

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Ein kommunales Kulturkonzept hatte der Wallenhorster Rat im Dezember 2004 beschlossen, es regelt unter anderem den Gebrauch der Kulturcard , die damals mit eingeführt wurde. Wallenhorster können die Karte für jeweils ein Jahr erwerben und zahlen bei Kulturveranstaltungen dann nur noch den halben Eintrittspreis. 44 Karten hatte die Gemeinde im ersten Jahr, 2005, verkauft, 2015 waren es bereits 393 Karten.

Für Zuschüsse im Kulturbereich hat Wallenhorst 2014 fast 40000 Euro ausgegeben.

Dafür, dass die Kriterien für die Vergabe von Fördermitteln die alten bleiben, sprachen sich alle Fraktionen im jüngsten Ausschuss für Kultur, Sport, Vereine und Bürgerengagement aus. Das letzte Wort hat der Rat in seiner Sitzung am 21. Juli.


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