Freilufttheater vorm Ruller Haus Das Lupe Musiktheater auf der Gartenbühne

Das Musiktheater Lupe gastierte mit „Wolle & Gack“, einem tierischen Theaterstück für Menschen ab vier Jahre, am Sonntag im Innenhof des Ruller Hauses. Foto: Hermann PentermannDas Musiktheater Lupe gastierte mit „Wolle & Gack“, einem tierischen Theaterstück für Menschen ab vier Jahre, am Sonntag im Innenhof des Ruller Hauses. Foto: Hermann Pentermann

Wallenhorst. Das Musiktheater Lupe gastierte mit „Wolle & Gack“, einem tierischen Theaterstück mit Musik und Tanz und für Menschen ab vier Jahre, am Sonntag im Innenhof des Ruller Hauses.

Bei schönstem Sommerwetter hatten sich rund 30 Besucher – viele sehr junge und einige etwas ältere – im Innenhof des Ruller Hauses zum Freilufttheater eingefunden. Auf der linken Hälfte der Gartenbühne standen ein Sofa und ein Haus, davor wuchsen einige Blumen und viel Rasen. Ein Zaun trennte dieses Grundstück von Wolle, dem zufriedenen Schaf, vom kargeren Nachbargrundstück ab.

Wolle das zufriedene Schaf

„Wir Schafe sind einfach verdammt gut drauf“, erklärte Wolle, der von Tine Schmoch gespielt wurde, bevor er eine Gesangseinlage einlegte, die schwer an Elvis Presley erinnerte. Alles war in schönster Ordnung, bis Wolle einen neuen Nachbarn bekam: Gack, das Huhn, das von Katrin Orth dargestellt wurde. „Hier ist eine Schafswiese, was hat ein Huhn hier zu suchen“, wunderte sich Wolle, und erklärte kurz darauf Gack das Offensichtliche: „Sie sind aber kein Schaf!“ Diese antwortete: „Nein, ich bin ein Huhn.“

Huhn und Schaf, das geht nicht gut

Schnell stellt sich heraus, Wolle und Gack haben ganz unterschiedliche Gewohnheiten, Vorlieben und Ängste – Grund genug für einen Nachbarschaftsstreit zwischen dem Schaf und dem Huhn. So löst beispielsweise Gacks Nachbarschaftsgeschenk zum Einsteig, Unwohlsein bei Wolle aus: Denn Würmer mochte er gar nicht, auch wenn Gack ihm das schönste seiner Art geschenkt hatte. Bald darauf baute Wolle den Zaun höher und kommuniziert nur noch per Post mit dem Huhn.

Ein Zuschauer spielt mit

Als Postbote sprang spontan Edwin (8) ein, der bis dato als Zuschauer das Stück verfolgte und nach jedem seiner Bühneneinsätze einen extra Applaus vom Publikum erhielt.

Ende gut, alles gut

Letztendlich raufen sich Wolle und Gack natürlich doch wieder zusammen, schließlich sollte das Stück ein positives Beispiel für das Zusammenleben von Menschen verschiedener Kulturen und Religionen sein. Die beiden Nachbarn stellen fest, dass sie doch Gemeinsamkeiten haben und beispielsweise beide Cornflakes mögen. Der Zaun wird wieder abgebaut, und Wolle erklärte: „Mir ist egal, an welches Huhn du glaubst.“

Dem Publikum gefällt es

„Ich bin einfach so eingesprungen, das war leicht“, erklärte Edwin nach der Vorstellung. Und er würde auch noch mal wieder Theater spielen, fügte er hinzu. „Gut“, fanden auch Ambra (6), Carla (7) und Livia (4) das Stück. Für Ambra war das Beste: „Das mit dem Streiten.“ Und Carla war nachhaltig von der „Mäh-Klingel“ an Wolles Gartenzaun beeindruckt: Anstelle eines Klingeltons, gab diese das Mähen eines Schafes von sich.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN