Um die Wette laufen Rennen des Deutschen Pudel-Klubs (DPK) im Nettetal in Rulle

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Wallenhorst . Ein Pudelrennen veranstaltete die Bezirksgruppe Osnabrück im Deutschen Pudel-Klub (DPK) auf ihrem Klubgelände im Nettetal in Rulle. Bei warmen und sonnigen Sommerwetter war für die meisten Pudelliebhaber das gemeinsame Beisammensein mindestens genauso wichtig wie sportliche Höchstleistungen ihrer Vierbeiner.

Während auf der Wiese nebenan, direkt vor Knollmeyer Mühle Rocker und Motorradfahrer ihre Zelte aufgeschlagen hatten, hatte die Bezirksgruppe Osnabrück im Deutschen Pudel-Klub (DPK) auf ihrem Gelände eine 60 Meter lange Rennstrecke für die Pudel mit Sperrbändern abgesteckt. „Natürlich sind die meisten Besucher in unserer Bezirksgruppe, aber es kann jeder kommen“, erklärte Eberhart Roth vom ausrichtenden Klub. Und tatsächlich waren nicht nur Pudelbesitzer und ihre Vierbeiner aus dem Raum Osnabrück, sondern auch welche aus Sassenberg, Meppen, dem Sauerland oder Aachen auf die Wiese im Nettetal gekommen.

Die Rennstrecke

Das Rennen bestand aus zwei Durchläufen, wobei die Tiere unter anderem entsprechend ihrer Altersgruppe eingeteilt wurden: Von der Welpenklasse bis zum Alter von sechs Monaten bis zu den Veteranen mit mindestens acht Lebensjahren. Größentechnisch gab es die Gruppen: Toy, Zwergpudel, kleiner und großer Pudel. Gut 30 Hunde gingen an den Start, wobei Großpudel Jette (Jugendklasse) von Marion Abendroth aus Münster mit 5,12 Sekunden auf 60 Metern der schnellste Pudel des Tages war.

Siegerhunde und ihre Besitzer

Damit die Hunde, auch wussten, was sie tun sollten, liefen ihre Frauchen oder Herrchen zunächst selbst einmal die 60-Meter-Rennstrecke ab – allerdings außerhalb der Wertung. Am Ziel angekommen lockten sie ihre Vierbeiner mit Rufen und Leckeries, wobei sich so mancher Hundebesitzer mindestens so bemühte wie sein Pudel. Großpudel Lea war die Schnellste in der „offenen Klasse Hündinnen“. Und ihre Besitzerin die Hundetrainerin Jennifer Groth hatte außerdem auch noch Großpudel Caspar sowie ihren Pikinesen und ihren Freund mitgebracht. „Caspar war mein erster Pudel, aber ich wollte einen Pudel, der nicht nach Pudel aussieht“, berichtete Groth. Allerdings habe sie dann doch irgendwann ein Faible für Frisuren bekommen, weshalb Casper schon zehn verschiedene Fellschnitte getragen hätte.

Ebenfalls erfolgreich war Titelverteidiger Milo. Er hatte nicht nur eine sehr gute erste Zeit gelaufen, wie seine Besitzer Sabine und Hans-Ulrich Winkler berichteten, sondern gewann auch in der offenen Klasse der Kleinpudel. Und auch Kleinpudel Bruno von Maria Ritter aus Meppen wurde Sieger – und zwar in der Jüngstenklasse. „Er ist erst ein halbes Jahr alt und prima gelaufen“, berichtete seine stolze Besitzerin, die mit ihrer Freundin Irena Demtröder und insgesamt vier Pudeln zum Rennen gekommen war. „Wir haben hier viel Spaß, es ist wie ein Urlaubstag, einfach schön“, fand wohl nicht nur Demtröder. Denn während ihre Hunde zwischendurch im Schatten pausierten, nutzten deren Besitzer die Zeit zum Plaudern und für Fachgespräche.

Die Pudelfrisur

Für alle Pudel, die ihr Fell nicht nur einfach kurz trugen galt auch beim Rennen: „Die Frisur sitzt.“ Dazu müssen Nicht-Pudel-Besitzer wissen: Das Fell von Pudeln muss tatsächlich regelmäßig geschnitten werden, weil diese Hunde keinem Fellwechsel unterworfen sind. Sie verliere ihr Fell somit nicht von selbst. Und weil das Wollhaar von Pudeln nicht selbstreinigend ist und bei mangelnder Fürsorge auch leicht verfilzt, ist eine regelmäßige Pflege nötig. Was den Schnitt angeht, scheint die Auswahl fast grenzenlos: Löwenschur, Continential Clip oder Scandianvian Clip heißen nur einige der gängigen Schnitte. Die sportliche Hündin Leah trug beispielsweise den Continential Clip. Der sieht zwar besonders extravagant aus, stammt aber noch aus der Zeit als Pudel als apportierende Jagdhunde vor allem bei Wasserjagden eingesetzt wurden.

Pudel und Vorurteile.

Ihr Schoßhund-Image verdankten Pudel überwiegend Mode-Launen der 50er und 60er Jahre. Und auf Vorurteile seinen Tieren gegenüber angesprochen erklärte Roth: „Was mich selbst ärgert und kein Vorurteil ist, ist, wenn die Hunde bei Ausstellungen bis zum geht nicht mehr gestylt werden und Stunden auf den Tischen stehen müssen.“ Sonst störten ihn Vorurteile nicht so sehr, erklärte Roth, bevor er jedoch betonte: „Unsere Tiere sind Leistungssportler, und wir laufen mit ihnen auch regelmäßig über sportliche Parcours. Die Hunde mögen das gerne.“ Die Hundefriseurin Claudia Altenhoff, die unter anderem mit Pudel Xaari ins Nettetal gekommen war, stellte hingegen fest: „Es ist schon ein Problem, dass die Pudel durch ihre Frisuren so ein bisschen nieder gemacht werden.“ Denn Pudel hätten den Ruf „omamäßig“ zu sein. Das bestätigte Groth: „Pudel sind als Alte-Leute-Hunde verpönt.“ Ihr gefällt jedoch an dieser Rasse: „Pudel sind Allrounder: Sie sind familienlieb und sportlich und sie albern gerne rum, sie sind absolute Clowns.“

Die schnellsten Pudel

Am Ende bekam jeder Teilnehmer ein Erinnerungsgeschenk und eine Urkunde, und die für die jeweils schnellsten Pudel ihrer Klasse erhielten dessen Besitzer einen Pokal. Dies waren: Zwergpudel Dina, Jugendklasse, Ingrid Franzmann aus Korbach, Zwergpudel Wendy, offene Klasse, Ingrid Franzmann aus Korbach; Kleinpudel Bruno, Jüngstenklasse, Maria Ritter aus Meppen, Kleinpudel Paul, Jugendklasse, Anke Olthoff aus Nordhorn, Kleinpudel Milo, offene Klasse, Sabine Winkler aus Osnabrück und Kleinpudel Prince, Veteranenklasse, Bianca Wiese aus Westerkappeln; Großpudel Maivi, Welpenklasse, Maria Witzke aus Bottrop, Großpudel Bolle, Jüngstenklasse, Beatrix Gutteck aus Nordhorn, Großpudel Jette, Jugendklasse, Marion Abendroth aus Münster. Jette war zudem der tagesschnellste Pudel mit 5,12 Sekunden auf 60 Metern. Bei Großpudeln siegten Öffel, offene Klasse Rüden, Eberhard Roth aus Hasbergen, Großpudel Leah, offene Klasse Hündinnen, Jennifer Groth aus Osnabrück, Großpudel Ijssel, Veteranenklasse, Frau van den Beld.


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