Dreharbeiten mit Porsche Filmprojekt des Kulturvereins Ruller Haus nimmt Fahrt auf

Von Stefanie Preuin

Kinder und Jugendliche drehen mit Unterstützung Erwachsener und Porsche einen Spielfilm. Rebeca hält die Filmklappe bereit. Foto: Stefanie PreuinKinder und Jugendliche drehen mit Unterstützung Erwachsener und Porsche einen Spielfilm. Rebeca hält die Filmklappe bereit. Foto: Stefanie Preuin

Wallenhorst. Das Filmprojekt vom Kulturverein Ruller Haus und dem Musiktheater Lupe bekam blecherne Unterstützung. Die Kinder und Jugendlichen setzten einen schicken Flitzer in Szene und näherten sich so ihrem Ziel – einem 30-minütigen Spielfilm.

Ein weißer Porsche kurvte vorsichtig auf den Hof des Ruller Hauses, es stiegen zwei lässig-feine Männer im Anzug aus und schauten sich kritisch um. Eine Szene wie aus einem Film. Und tatsächlich: Die Kinder und Jugendlichen drehten wieder. Das Drehbuch sieht vor, dass Filmscouts auf der Suche nach jungen Talenten das „Till Schwager Internat für Bühnenkunst“ besuchen. Die erwachsenen Rollen sind mit Hobbyschauspieler Clemens Vest und Profi Jo Schultz besetzt. Ansonsten übernehmen 30 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis siebzehn Jahren die Schauspielparts und Jobs hinter der Kamera. „Im Workshop haben wir die Handlung entwickelt und unsere Ideen eingebracht“, erklärte Nachwuchsschauspielerin Loves, „gut ist, dass der Text nicht vorgeschrieben ist und wir improvisieren dürfen.“ Auch bei der Besetzung hatten die Kinder freie Hand. Die Jüngeren stehen vor der Kamera, während die älteren Teilnehmer die Technik bedienen, schneiden und nachbearbeiten.

Gesangs- und Tanzszenen

Annika spielt die Hauptrolle „Lisa“. Als Neuzugang im Internat wird sie von Albträumen geplagt und macht Bekanntschaft mit Zombies. Ein Horrorstreifen werde es aber nicht, versicherten die Filmemacher. Auch Gesangs- und Tanzszenen wurden in das Drehbuch geschrieben.

Regisseurin Tine Schoch vom Musiktheater Lupe hält beim aktuellen Dreh zusammen mit Kunst- und Medienpädagogin Elisabeth Lumme die Fäden in der Hand. Ein aufwendiger Spielfilm braucht schließlich eine gute Organisation. Dazu gehörte auch der Porsche. „Wir sind zwar nicht die Zielgruppe, aber das Auto durften wir trotzdem vom Porschezentrum ausleihen“, sagte Elisabeth Lumme. Die große Wertschätzung zeige sich besonders in der Unterstützung der „Erwachsenenwelt“. Mit dem Förderprogramm „Jugend ins Zentrum!“ und einem Zuschuss wurde das Projekt erst möglich.

„Wir haben vorab viele Filmtechniken angeschaut und Testszenen gedreht, um ein Gefühl für die Kamera zu bekommen. Jetzt drehen wir die richtigen Szenen“, erzählte Tine Schoch. Immer wenn die Klappe fällt, steht die zwölfjährige Rebeca im Mittelpunkt. „Ich bin von Anfang an dabei und helfe überall, heute halte ich die Filmklappe“, erzählte Rebeca begeistert. Unzählige Szenen wurden an diesem Tag durchgespielt, nur noch wenige Drehtage folgen, der Endspurt ist eingeläutet – im Juli soll der Film über die Leinwand flimmern.


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