Neue Kostüme Wallenhorsts Maskottchen Walli und Horst wieder unterwegs

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Wallenhorst. Der Kropf ist weg, das Grinsen breit – Wallenhorsts Maskottchen Walli und Horst sind wieder da. Nachdem die alten Kostüme vergangenes Jahr gestohlen worden waren und völlig hinüber in Einzelteilen wieder auftauchten, hat der Marketingverein für knapp 9000 Euro neue schneidern lassen. Bei den vergangenen beiden verkaufsoffenen Sonntagen haben sie sich bereits bewährt.

Erst verschleppt und dann zerstückelt – dieses Schicksal widerfuhr den alten Kostümen nach einem Werbe-Einsatz mit Edeka-Dütmann-Maskottchen „Düti“ im Herbst 2014. Wirklich traurig war aber allenfalls Gastwirt Johannes Beckmann, hatte er sie doch all die Jahre in seinem Lokal behütet aufbewahrt. Doch dem Vernehmen nach müffelten Walli I. und Horst I. nach knapp sechs Jahren in Aktion doch schon sehr. Und einen Schönheitspreis hätten sie wohl auch nicht gewonnen.

Ihre Nachfolger hat nun Stefanie Ludwig in ihrer Hagener Kostümwerkstatt geschneidert, die unter anderem schon Maskottchen wie Blütenbert und das Hagener Kirschmonster gestaltet hat. Horst trägt die Haare nun einige Nuancen dunkler, Walli etwas länger, und insgesamt sehen beide doch sehr viel frischer aus. Fast schon zu frisch. Hatte Hans-Jürgen Klumpe über die alte Walli und den alten Horst zuletzt gesagt, sie hätten etwas von „Schlaftabletten“ gehabt, wirken die neue Walli und der neue Horst etwas hyperaktiv mit ihren Grinsegesichtern.

Zeit, das Rätsel aufzulösen, wer überhaupt in ihnen steckt. „Beim ersten verkaufsoffenen Sonntag mein Sohn (19) und dessen Freundin“, sagt Klumpe. Und beim Frühlingserwachen der Einzelhändler am vergangenen Sonntag der Sohn seiner Lebensgefährtin mit dessen Freundin. Klumpe: „Da kann man nicht mal eben jeden reinstecken.“ Was spaßig aussieht, ist ein Knochenjob. Von 13.15 bis 17.15 Uhr waren die beiden Duos jeweils unterwegs. „Danach waren die gar“, sagt Klumpe. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn in so einem Kostüm wird es ziemlich warm. Auf die Luxusversion mit Ventilator hatte der Marketingverein aus finanziellen Gründen verzichtet.

Klumpe hofft, dass die Wallenhorster Unternehmer von den neuen Kostümen nun häufiger Gebrauch machen und sie gegen eine geringe Leihgebühr mitnehmen, beispielsweise auf Messen. Er wünsche sich, „dass Walli und Horst als Botschafter für die Gemeinde Wallenhorst über die Grenzen tätig werden.“

Und was ist aus den alten Kostümen geworden? „Die sind entsorgt“, sagt Klumpe. „Es nutzt ja alles nichts.“


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