Keine Fördermittel bewilligt Fortführung der Dorferneuerung Rulle muss warten



Wallenhorst. Da die Fördermittel des Landes Niedersachsen nicht fließen, liegen die nächsten zwei Projekte der Dorferneuerung Rulle derzeit auf Eis. Beschlossen hatte der Wallenhorster Rat vor einem knappen Jahr die Beantragung von Geldern für den Umbau der Kreuzung Nonnenpfad/Zum Gruthügel/Am Haupthügel am Ruller Ortseingang für 125000 Euro und für den Umbau der Kreuzung Stiegte/L109/Ostenort (rund 84000 Euro).

„Für Dorferneuerungsmaßnahmen gilt für den Förderzeitraum 2014 bis 2020 eine neue Förderrichtlinie, die frühestens im Januar erwartet wird“, meldet die Wallenhorster Gemeindeverwaltung. Vor April oder Mai wird es keine Zusage von Geldern geben. Die Pläne für die Erneuerung von Rulles Ortseingang stehen – doch nun heißt es warten.

Glücklich ist der Vorsitzende des Wallenhorster Arbeitskreises Dorferneuerung, Karl Burmeister , nicht. Der Arbeitskreis bestehend aus Bürgern habe 41 Ideen entwickelt und ausgearbeitet – wie im Förderprogramm gefordert. „Und dann gibt es keine Gelder mehr“, ärgert sich Burmeister.

Realisiert hat die Gemeinde bislang die Erneuerung des Knüppeldamms im Alten Dorf Wallenhorst sowie die Sanierung der Parkplätze vor der Alten Kirche. Auch die Straße „Im Alten Dorf“ kann sich wieder sehen lassen. Immer wieder gab es im Gemeinderat dabei erbitterte Diskussionen über die Kosten und die Notwendigkeit der Projekte.

Der Wallenhorster Arbeitskreis für die Dorferneuerung Rulle hat mittlerweile seine Ansprüche zurückgeschraubt. Für die Zeit nach dem Umbau der beiden Kreuzungen in Rulle hat er gleich drei Projekte vorgeschlagen, ohne eine Rangliste zu erstellen. „Die Priorisierung überlassen wir dem Rat“, sagt Karl Burmeister. Zur Wahl stehen ein Parkplatz samt Rundwanderweg im Nettetal, ein Ausbau der Klosterstraße für 420000 Euro und eine Erneuerung des Stegs über die Ruller Flut am Erftenbecksweg in Rulle-Ost für etwa 33000 Euro. Letzteres könne sich die Mehrheitskooperation aus SPD, Grünen und Wählergemeinschaft gut vorstellen, sagte Ratsherr Alfons Börger. „Auf dem Steg können sich momentan zwei Radfahrer nicht entgegen kommen“, erläutert Burmeister. Für das Geld könnte der Steg durch eine Holzbrücke ersetzt werden. Auch das Aufstellen von Hinweisschildern und die Schaffung eines kleinen Rundwanderwegs wären mit inbegriffen.


Die Dorferneuerung in Wallenhorst bezieht sich auf Rulle mit dem Nettetal und das Alte Dorf Wallenhorst. Diese Bereiche waren im Mai 2010 in das Dorferneuerungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen worden. Es soll dörfliche Besonderheiten bewahren und die erfolgreiche Entwicklung der Dörfer unterstützen. Dazu können öffentliche und private Maßnahmen gefördert werden.

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