275 Wünsche wurden erhört „Geschenke mit Herz“ sind in Wallenhorst auf gutem Weg

Christkinds Helfer im Einsatz: Inga Müller (links) und Bernd Overhoff werden in den nächsten Tagen die in den Büros der Pfarreiengemeinschaft eingetroffenen „Geschenke mit Herz“ zu den erwartungsfrohen Empfängern bringen. Ulrike Gärtner vom Förderverein Fand hilft beim Einladen. Foto: Swaantje HehmannChristkinds Helfer im Einsatz: Inga Müller (links) und Bernd Overhoff werden in den nächsten Tagen die in den Büros der Pfarreiengemeinschaft eingetroffenen „Geschenke mit Herz“ zu den erwartungsfrohen Empfängern bringen. Ulrike Gärtner vom Förderverein Fand hilft beim Einladen. Foto: Swaantje Hehmann

Wallenhorst. „Wenn es diese Aktion nicht gäbe, müsste man sie erfinden“, meinte Bernd Overhoff, Pastoralreferent in der katholischen Pfarreiengemeinschaft Wallenhorst, und er hat auch nicht das geringste Problem damit, dem Förderverein der evangelischen Andreasgemeinde (Fand) dafür sein Lob auszusprechen. Fand hat zum sechsten Mal die Aktion „Geschenk(t) mit Herz“ organisiert.

Dabei bekommen Wallenhorster Mitbürger, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, die Gelegenheit, einen Weihnachts-Wunschzettel auszufüllen. Für 275 derartige Wunschzettel fanden sich Geschenkpaten, die den Wunsch erfüllt haben. Um Bedürftigkeit aufzuspüren, griff der Förderverein zu einem bewährten Mittel: Quer durch alle Ortsteile und Konfessionen hatte er soziale Einrichtungen in Wallenhorst eingeladen mitzumachen. 19 Kirchengemeinden, Kindergärten, Schulen und Seniorenheime beteiligten sich, indem sie Bedürftige aus ihrem Betreuungskreis ansprachen und zum Ausfüllen eines Wunschzettels ermunterten – natürlich strikt anonym. Nur die vermittelnde soziale Einrichtung erkennt über einen Code, wer der Wünschende ist.

Der Wallenhorster Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende war der Ort, der die Wunschzettel und die Geschenkpaten zusammenbrachte. Am Fand-Stand hatten Weihnachtsmarktbesucher Gelegenheit, die Ordner mit den gesammelten Wunschzetteln – aufgeteilt nach Senioren, „Mittelalter“ und Kindern – durchzusehen und als Geschenkpate einen Wunsch zu übernehmen. „Einer besorgt halt lieber warme Unterwäsche für ein Kind, der andere lieber ein weihnachtliches Mobile für eine bettlägerige Seniorin“, erklärte die stellvertretende Fand-Vorsitzende Ulrike Gärtner. Die Resonanz sei überwältigend positiv gewesen, alle Wunschzettel hätten ganz schnell den Weg zu einem Geschenkpaten gefunden. „Auf die Wallenhorster ist wieder hundertprozentig Verlass gewesen“, so Gärtner.

Das können Bernd Overhoff und Gemeindereferentin Inga Müller bestätigen. Aus der Pfarreiengemeinschaft stammten allein 70 Wunschzettel. Die zugehörigen Geschenkpaten hätten alle ausgegebenen Wunschzettel zusammen mit dem hübsch verpackten Geschenk pünktlich zurückgebracht. Nun ist es an ihnen, die Päckchen rechtzeitig zum Fest zu überbringen. „Geteilte Weihnachtsfreude ist doppelte Weihnachtsfreude, das erfährt wohl jeder, der bei der Aktion mitmacht“, sagte Overhoff.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN